Straßenmeisterei und Stadt Wolfhagen sind für den Winter gerüstet

Mehr Salz für alle Fälle

Berge aus Salz: Reiner Tripp und Peter Wöllenstein in der Lagerhalle der Wolfhager Straßenmeisterei. Rund 500 Tonnen Salz sollen in diesem Winter für eisfreie Straßen sorgen. Foto: Ricken

Wolfhagen. Der Winter kann kommen. Straßenmeisterei und Stadt Wolfhagen sind für Schnee und Eis gerüstet. Bei der Stadt sind die Salzlager sogar voller als im vergangenen Jahr. Aufgrund der Erfahrungen mit knappen Vorräten hat der Bauhof gehandelt. „Das Lager wurde etwas vergrößert“, so Lars Eskuche, Leiter des technischen Außendienstes. Statt 100 Tonnen lagern jetzt 125 Tonnen Salz auf dem Bauhofgelände.

450 Tonnen Salz hat die Straßenmeisterei in Wolfhagen, die für Bundes-, Land- und Kreisstraßen zuständig ist, bisher eingekauft. „Die Lager sind zu 90 Prozent gefüllt“, so Reinhold Rehbein, Sprecher des Amtes für Straßen- und Verkehrswesen in Kassel (ASV). In den kommenden Wochen werde die Kapazitätsgrenze erreicht.

Verträge verschärft

Im vergangenen Winter sei das Salz zwar knapp gewesen, habe aber für den Bereich der Straßenmeisterei Wolfhagen ausgereicht. Deshalb bleibe es bei der gleichen Menge wie im vorigen Jahr. Allerdings habe das ASV, um sich abzusichern, die Verträge mit dem Salzlieferanten verschärft, so Rehbein.

Beliefert werden die Kommunen im Altkreis Wolfhagen von der Firma K+S. Bei der kam es wegen der hohen Streusalznachfrage im vergangenen Winter zu Lieferengpässen. „Üblicherweise halten wir 800 000 Tonnen Auftausalz vorrätig. Das sind über 30 000 Sattelzugladungen“, sagt Holger Bekemeier, Sprecher der European Salt Company, die als hundertprozentige Tochter der K+S für das europäische Salzgeschäft zuständig ist.

Bei K+S weiß man, dass sich die Mehrheit der Behörden nun besonders auf den kommenden Winter vorbereitet. „Unsere Kunden lagern mehr ein als in den Jahren zuvor“, sagt Bekemeier. Der Frühbezug, also das Anfordern von Salz vom Sommerende bis Winteranfang, sei vergleichbar mit dem Winter 2005/2006. Gründe dafür sieht der Pressesprecher darin, dass in diesem Rekordwinter auch die Restbestände aus den Lagern aufgebraucht wurden.

Der Winter war so untypisch, weil er flächendeckend, lang und kontinuierlich war. Da sind wir an unsere Grenzen gestoßen“, räumt Bekemeier ein.

Das Unternehmen hat darauf reagiert. 120 zusätzliche Mitarbeiter wurden zur Steigerung der Förderung und Aufbereitung des Rohstoffsalzes eingestellt. „Zudem haben wir unseren Vorrat um 100 000 Tonnen aufgestockt“, so Bekemeier.

Von Bea Ricken und Julia Mohr

Quelle: HNA

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