Unfallstatistik 2017 vorgestellt

Deutlich mehr schwer verletzte Kinder bei Unfällen im Schwalm-Eder-Kreis

Schwalm-Eder. Polizei ermahnt Kinder, Fußgänger, Radfahrer und Motorradfahrer zur Aufmerksamkeit.

29 Kinder sind im vergangenen Jahr bei Verkehrsunfällen im Schwalm-Eder-Kreis verletzt worden, zehn von ihnen schwer – deutlich mehr als 2016 (24 Verletzte, davon drei Schwerverletzte). Das teilt die Polizeidirektion in Homberg mit. Allerdings ging die Zahl der Unfälle mit Kindern insgesamt zurück: von 31 auf 27.

Im Jahr 2017 gab es generell weniger Unfälle mit schwachen Verkehrsteilnehmern – zu denen zum Beispiel Kinder, Fußgänger, Radfahrer und Motorradfahrer zählen – als im Vorjahr. Von einem generellen Rückgang könne man aber nicht sprechen, sagt der Leiter des Regionalen Verkehrsdienstes, Polizeihauptkommissar Dirk Daniel. „Die Unfallzahlen schwanken von Jahr zu Jahr.“

Besonders gefährdet sind Motorradfahrer: Sie waren im Jahr 2017 an 106 Unfällen beteiligt (zehn weniger als im Vorjahr). Zwei Motorradfahrer kamen ums Leben, 24 wurden schwer und 48 leicht verletzt.

Fußgänger waren an 87 Unfällen im Jahr 2017 beteiligt, gegenüber 104 im Vorjahr. Die Polizei zählte neun schwer verletzte und 24 leicht verletzte Fußgänger. In 24 Fällen hatten sich die Fußgänger falsch verhalten und so den Unfall verursacht.

Die niedrigsten Unfallzahlen und auch den deutlichsten Rückgang gab es bei den Radfahrern: 40 Unfälle waren es im vergangenen Jahr, 15 weniger als 2016. Die Unfallfolgen waren jedoch gravierender als bei den Fußgängern: Es gab einen Toten, 14 Schwer- und 20 Leichtverletzte.

Noch bis zum 3. Juni läuft die Aktion „Schwächere Verkehrsteilnehmer“ mit Kontrollen und Informationsgesprächen. Die Polizei appelliert dabei auch an Auto- und Lkw-Fahrer, mehr Rücksicht zu nehmen und insbesondere nicht auf Rad- und Gehwegen zu parken. Denn das gefährde Fußgänger und Radfahrer, wenn diese an unübersichtlichen Stellen plötzlich die Fahrbahn beträten.

Sicher unterwegs: Polizei gibt Tipps

  • Radfahrer sollten Helm und helle reflektierende Kleidung tragen. Das Fahrrad sollte mit Bremsen, Reflektoren und Licht ausgerüstet sein. 
  • Motorradfahrer sollten Schutzkleidung tragen und, wenn sie längere Zeit nicht gefahren sind, auf verkehrsarmen Plätzen trainieren. 
  • Fußgänger sollten beim Überqueren von Straßen Überwege und Ampeln nutzen und Blickkontakt mit den Autofahrern suchen. 
  • Ältere Menschen sollten regelmäßig bei einem Arzt Reaktions-, Seh- und Hörfähigkeit testen lassen. 
  • Alle Verkehrsteilnehmer – auch Fußgänger! – sollten wegen der Ablenkungsgefahr das Handy in der Tasche lassen.

Quelle: HNA

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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