Gegen geplante Schließung

700 Demonstranten: Massiver Protest gegen Aus der Geburtshilfe

Wolfhagen. 700 Menschen aus dem gesamten Wolfhager Land nahmen nach Schätzungen der Polizei am Freitagnachmittag an einer Demonstration zum Erhalt der Geburtshilfe am Wolfhager Krankenhaus teil.

Gegen 16 Uhr hatten sich die Demonstranten, vom Säugling bis zum Greis waren alle Altersschichten vertreten, an der Sonnenapotheke in Wolfhagen getroffen, um dann gemeinsam in einem von der Polizei gesicherten Protestmarsch bis zur Klinik zu ziehen.

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Unterwegs machten man auf Transparenten und lautstark mit Parolen deutlich, was man erwartet: „Sontheimer sei nicht dumm, denke um“, skandierten die Protestler. Der Chef der Gesundheit Nordhessen Holding (GNH), hält man für die Schlüsselfigur. Ihn umzustimmen und dazu zu bewegen, dass er die von den Belegärzten entsprechend der Leitlinien geforderten Voraussetzungen für den Fortbestand schafft, war Ziel der Veranstaltung. Und dabei wurde deutlich, dass die Menschen im Wolfhager Land die Hoffnung auf einen Fortbestand der Geburtshilfe, die zum 1. Februar eingestellt werden soll, noch nicht aufgegeben haben.

Aktualisiert um 19.40 Uhr

Mut machten zudem die Redner, unter anderem auch Wolfhagens Bürgermeister Reinhard Schaake, der sich optimistisch zeigte, dass es weitergehen werde. „Es wird weitere Gespräche geben“, versicherte Schaake. Die Positionen der Belegärzte seien klar: Wenn die Rahmenbedingungen stimmten, werde man weiter machen. „Jetzt geht es darum, diese Rahmenbedingungen zu schaffen“, so der Bürgermeister. Alle Fraktionen des Wolfhager Parlamentes „stehen hinter der Geburtshilfe“. Und, so Schaake weiter: „Wir sind bereit, auch Geld für einen Umbau beizusteuern.“ Er habe „Hoffnung, dass die Einrichtung erhalten bleibt“. An diesem Freitag ist ein Kind in Wolfhagen geboren worden, „und so soll es auch weitergehen“.

Von Norbert Müller

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Bilder der Demonstration

Demo für den Erhalt der Geburtsstation in Wolfhagen

Quelle: HNA

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