Kabel-1-Sendung

Grischäfer in Bad Emstal siegt bei TV-Kochshow "Mein Lokal, Dein Lokal"

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von links Franzi Rohrssen, Rainer Holzhauer, David Reitze, Nayil Köse, Nic Seiler, Julian Zajac und Frank Holzhauer. 

Bad Emstal. Gewinnen will ihn jeder, aber wegen des hässlichen Tellers, den es als Trophäe für den Sieger gibt, macht man beim Wettstreit der Gastronomen in der TV-Sendung „Mein Lokal, Dein Lokal“ kaum mit.

Wenn schon, dann geht es um eine gute Werbemöglichkeit, aber auch den Spaß, den man während der Dreharbeiten haben kann. So jedenfalls sieht es Rainer Holzhauer, der mit seinem Bruder Frank den Grischäfer in Bad Emstal betreibt, an der Koch-Show des Senders Kabel 1 teilnahm, gewann und nun vor der Frage steht, wohin mit der matten Scheibe.

Was hat er sich bloß dabei gedacht, im Privatfernsehen an einer der vielen Koch-Shows teilzunehmen, gegen andere Gastronomen anzutreten und erst während der Ausstrahlung der Sendung zu sehen, was das Fernsehteam da aus vielen Filmschnipseln zusammengeschnitten hat? Rainer Holzhauer, der in Sterne-Restaurants sein Handwerk erlernte und insgesamt fast zehn Jahre im In- und Ausland in Gourmet-Tempeln seine Kochkunst verfeinerte, ehe es ihn zurück in den elterlichen Betrieb zog, hat sich in den vergangenen Tagen diese Frage oft anhören müssen. „Es ist ein Fernsehformat, vor dem mich alle Kollegen gewarnt haben“, sagt der 54-Jährige breit grinsend. „So was ist verpönt, und alle haben Schiss, mitzumachen.“ Er selbst habe gar nicht so lange überlegen müssen, als der Sender bei ihm anfragte. Und auch sein Bruder hatte keine Bedenken.

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Er hatte dann auch jede Menge Spaß bei den Dreharbeiten, erzählt Holzhauer. „Und es kommt eigentlich auch gar nicht darauf an, zu gewinnen, sondern sein Haus optimal zu präsentieren.“ Deswegen habe er auch nicht das Gefühl gehabt, ein Risiko einzugehen. „Was sollte mir denn passieren? Ich weiß ja, dass wir im Grischäfer eine sehr gute, bodenständige regionale Küche fahren. Das ist unser Konzept.“ Und dieses Konzept sei absolut stimmig. „Wir sind als Landgasthaus ins Rennen gegangen und haben 100 Prozent Landgasthaus mit frischen Produkten aus der Region abgeliefert. Nicht mehr und nicht weniger.“

Unterm Strich hatte der Grischäfer – gestern lief die letzte Folge – die meisten Punkte, genauer: einen Punkt mehr als der Zweitplatzierte. Zünglein an der Waage war TV-Koch und Juror Mike Süsser, den Rainer Holzhauer gleich zum Auftakt der Serie mit einer fangfrisch zubereiteten Forelle beeindruckt hatte.

Nun also stehen die Holzhauers vor der Herausforderung, einen passenden Platz für den Siegerteller zu finden. Und das, weiß Rainer Holzhauer, wird im Restaurant Grischäfer dann doch weitaus schwerer, als eine Forelle Müllerin-Art nach allen Regeln der Kochkunst auf den Teller zu zaubern.

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Quelle: HNA

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