Michael Jennemann entwarf beim Turnier des Kreisreitervereins die Parcours

Er meistert alle Hindernisse

Erfahrener Parcoursbauer: Mit dem Blick für die entscheidenden Details entwarf Michael Jennemann am Wochenende den Parcours für die einzelnen Springprüfungen der Klassen A, L und M. Foto: Heist

Ziegenhain. Als Parcourschef behielt Michael Jennemann am Wochenende den Parcours auf der Reitsportanlage „An der Lämmerweide“ in Ziegenhain aufmerksam im Blick. Zum Reitturnier des Kreisreitervereines der Schwalm kamen Reiter und Pferde aus ganz Hessen und den angrenzenden Bundesländern.

In Dressur und Springen kämpften sie um die Platzierungen, Schleifen und Preise – und traten dabei zu dem von Jennemann entworfenen Hindernisverlauf an.

Der 59-jährige Gilserberger Parcoursbauer half auch beim Aufbau mit und überprüfte Höhe, Weite und Abstände der Hindernisse für die unterschiedlichen Springprüfungen der Klassen A (Anfangsstufe), L (Leicht) und M (Mittel), bevor er den jeweiligen Parcours für die Besichtigung durch die Reiter und den anschließenden Wettkampf freigab. Zuvor wurde der sandige Außenplatz nochmals bewässert und geglättet.

Im Alter von elf Jahren begann Jennemann zu reiten. Als Springreiter bestritt er Turniere bis Klasse M. Seit 37 Jahren ist er Parcoursbauer, Jennemann baut bis Klasse S (Schwer). Als Gutachterparcourschef darf er Parcourschefs und Nachwuchsrichter ausbilden. Zudem ist er Springtrainer und führt ein Reitsportgeschäft.

Anspruchsvoll, aber fair

Der erfahrene Parcoursbauer aus Gilserberg weiß, worauf es beim Erstellen von anspruchsvollen, aber fairen Hindernisverläufen ankommt. „Man kann in jeder Klasse leicht und schwer bauen“, sagte er. Was Höhe und Weite sowie die Anzahl der Hindernisse betrifft, so gibt es – je nach Klasse, Halle oder im Freien – klare Regeln, an die sich ein Parcoursbauer halten muss. Die Art der Hindernisse, ihre Farbe und Kombination sowie Linienführung und Distanz seien aber Sache des Parcourschefs, erklärte Jennemann.

Der Schwierigkeitsgrad eines Parcours ergäbe sich aus der Anordnung und der Kombination der einzelnen Hindernisarten. Entscheidend seien auch die Beschaffenheit des Hindernismaterials, die Zeiteinteilung und die Bodenverhältnisse. Ein zu tiefer Boden etwa verunsichere das Pferd. Es gehöre auch Glück dazu. „Auffällig wäre es, wenn immer das gleiche Hindernis abgeräumt würde“, gab der Parcourschef zu bedenken.

„Es ist ein Sport, bei dem man viel Gefühl braucht. Reiter und Pferd müssen zusammenpassen.“

Von Kerstin Heist

Quelle: HNA

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