Konzert: Schüler Theodor Hoffmeyers ernteten stürmischen Applaus in der Kirche

Melodisch in den Frühling

Stimmen- und Melodienvielfalt: Das Konzert der Schüler Theodor Hoffmeyers (links) begeisterte am Samstag das Publikum in der Ottrauer Kirche. Foto: Heist

Ottrau. Die Freude an Musik und Gesang sprang am Samstagabend in der Ottrauer Kirche von den Akteuren über auf das Publikum. Gut besucht war die kleine Dorfkirche beim Frühlingskonzert, zu dem Opernsänger Theodor Hoffmeyer und seine Schüler zugunsten der Sudanhilfe des Klosters Himmerod eingeladen hatten.

Verheißungsvoll las sich die Ankündigung von Werken Beethovens, Schuberts, Humperdincks, Bizets, Lehárs, Lortzings, Verdis und anderer Meister auf dem Programmzettel und ließ die Herzen der Musikliebhaber höher schlagen. Sie wurden nicht enttäuscht.

Musikalische Vielfalt

In angenehm lockerer Atmosphäre boten neun Gesangsschüler Theodor Hoffmeyers generationenübergreifend ein abwechslungsreiches, rund zweistündiges Programm. Mit einer Stimmen- und Melodienvielfalt erfüllten die Sänger den sakralen Raum mit Leben und begeisterten die Konzertbesucher, die die Gesangsdarbietungen mit anhaltendem, stürmischen Applaus quittierten. „Eine Auswahl aus Oper, Operette, Musical, Lied und Folklore“ bot mitreißende Unterhaltung auf hohem Niveau.

Der Lehrer selbst hielt sich im Hintergrund. Theodor Hoffmeyer hieß alle in der Ottrauer Kirche willkommen, wünschte augenzwinkernd „Hals und Stimmbruch“ und überließ die Kirchenbühne seinen Schülern.

Die musikalische Leitung des Abends übernahm Dr. Justus Noll, der die einzelnen Gesangsvorträge auf dem E-Piano begleitete.

Eröffnet wurde das Frühlingskonzert mit einem zweimaligen musikalischen Gruß an die österreichische Hauptstadt. „Wien, nur du allein“, vorgetragen von Susanne Steinbrecher, und „Grüß mir mein Wien!“, gesungen von Peter Becker, bescherten den Konzertbesuchern einen stimmungsvollen Einstand. Ebenso ausdrucksstark und kraftvoll trugen beide Sänger Melodien aus „Carmen“ und Lieder wie „Granada“ vor. Mit Temperament und Gefühl präsentierte sich Nadine Peter mit ihren Darbietungen der „Seeräuber-Jenny“, des „Tango Infernal“ und „Je ne regrette rien“.

Seine stimmlichen Qualitäten stellte auch Heinrich Ploch unter Beweis. Das „Lied des Zaren“, „Auf der Heide“ und „Vor meinem Vaterhaus“ hatten es ihm angetan. Zarte, nachdenkliche Klänge schlug Julia Weppler mit „Der Tod und das Mädchen“ und „Über allen Gipfeln ist Ruh’“ an. Auch betörte sie als „Der kleine Sandmann“. „Probier’s mal mit Gemütlichkeit“ schlugen Hanna Prinz und Noah Schröder schwung- und humorvoll im Duett vor und verzauberten das Publikum mit „Amazing Grace“ und „Memory“. Mit Klassikern wie „These Foolish Things“ und „I Can’t Give You Anything but Love“ erweiterten Norma Fälber und Otto Pirn das Konzertrepertoire um eine weitere stilvolle Facette.

Mit dem gemeinsam angestimmten „Thank You for the Music“ verabschiedeten sich die Schüler Theodor Hoffmeyers vom Ottrauer Publikum.

Von Kerstin Heist

Quelle: HNA

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