Muzkkka-Ansiedlung: Melsungen allein im Rennen

Melsungen. Vieles spricht für Melsungen als neuem Standort des Museum für zeitgenössische Kunst, Kultur und Karikatur (Muzkkka), ein geeignetes Gebäude ist allerdings noch immer nicht gefunden. Das bestätigten am Dienstag Museumsdirektor Dr. Walther Keim und Melsungens Erster Stadtrat Fritz Voit.

Nach Bad Hersfeld wird das Muzkkka aber nicht umziehen, wie Keim gegenüber der HNA bestätigte. Dort hätten sich ebenfalls politische Differenzen abgezeichnet, wie sie in Rotenburg letztlich für das Ende der Museums-Ära gesorgt hatten. Keim: „Ehe ich wieder in einen solchen Streit hineingezogen werde, habe ich mich zurückgezogen.“

Er reagierte damit auf Verlautbarungen von CDU und NBL in Bad Hersfeld, die ihren Widerstand gegen den Museumsumzug in den neuen Schilde-Park angekündigt hatten. SPD, Grüne und FWG-Fraktion hatten daraufhin ihren Antrag zurückgezogen, der in einer Sitzung der Stadtverordnetenversammlung behandelt werden sollte.

Melsungen sei nun alleine im Rennen, erklärte Keim. Weitere Bewerber gebe es nicht. Er habe sehr viele positive Signale aus der Stadt erhalten. Zwei Vorgaben seien für einen Umzug in die Bartenwetzerstadt aber unverzichtbar: Es müsse ein geeignetes Haus gefunden werden und die Finanzierung müsse gesichert sein.

Keim: „Vielleicht haben ja die Leser der HNA eine Idee, wo das Muzkkka gut untergebracht wäre.“ Das Gebäude der VR-Bank in der Rotenburger Straße, in dem zurzeit noch die Vhs und die Musikschule untergebracht sind, kommt offenbar nicht in Frage. Bürgermeister Dieter Runzheimer habe sich in der vergangenen Woche bei ihm gemeldet und berichtet, dass sich der Aufzug im Sicherheitsbereich der Bank befinde und nicht genutzt werden könne. Barrierefrei sollte das Muzkkka aber künftig sein. Für Gehbehinderte sind die Ausstellungen in Rotenburg nicht zu erreichen. Das sei ein Grund für den geplanten Anbau gewesen, der aber am politischen Streit scheiterte, erklärte Keim. Bürgermeister Runzheimer habe angekündigt, man werde intensiv weiter suchen. Eventuell komme die ehemalige Post in Frage.

Ob das tatsächlich eine Option wäre, ließ Fritz Voit offen. Er vertritt zurzeit den Melsunger Bürgermeister. Solche Vorschläge müssten eingehend geprüft werden, einen Schnellschuss hält der Erste Stadtrat nicht für sinnvoll. Es gebe zwar verschiedene leerstehende Häuser, aber die bauliche Substanz sollte so beschaffen sein, dass für eine Sanierung nicht sehr viel Geld ausgegeben werden müsse.

Quelle: HNA

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