Informationsabend im Mai

Kandidatensuche für Kirchenvorstandswahl hat begonnen

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Sie sind dabei: Im Kirchenkreis Melsungen hat die Suche nach Kandidaten für die Kirchenvorstandswahlen begonnen. Auf dem Foto von links die Melsunger Kirchenvorsteher: Pfarrer Sigurd Sadowski, Manfred George, Susanne Schiwy-Steuber und Pfarrer Andreas Bielefeldt.

Melsungen. Im September wird gewählt: Doch nicht nur Land- und Bundestagswahlen stehen auf dem Programm. Auch für einen neuen Kirchenvorstand gilt es, seine Stimme abzugeben. Stichtag dafür ist Sonntag, 29. September.

"Das ist für uns als Kirchengemeinde ein großes und wichtiges Datum", sagt Pfarrer Sigurd Sadowski. Immerhin geht es um nichts geringeres als die Leitung der Kirchengemeinde.

Im Kirchenvorstand zu sein, das heißt nicht nur ab und zu sonntags in der Kirche zu sitzten. "Wir haben ein starkes Mitspracherecht", sagt der Melsunger Kirchenvorsteher Manfred George. Neben der monatlichen Kirchenvorstandssitzung treffen sich die Mitglieder in Ausschüssen und Gremien. Sie beschäftigen sich unter anderem mit den Themen Bau, Finanzen, Kindergarten, Jugend und Ökumene.

Meinungen unter einen Hut bringen

"Das ist nicht immer eitel Sonnenschein", sagt George über die Kirchenvorstandsarbeit. Denn es gilt, in Melsungen die Meinungen von 18 ehrenamtlichen und vier hauptamtlichen Mitgliedern unter einen Hut zu bringen. Seit 24 Jahren arbeitet George ehrenamtlich als Melsunger Kirchenvorsteher.

Auch im September möchte er sich wieder zur Wahl aufstellen lassen. Für ihn ist das eine Selbstverständlichkeit: Er möchte weiterhin bei Gemeindeangelegenheiten mitbestimmen dürfen. "Das ist ein Recht, für das andere gekämpft haben", sagt er.

Elf weitere Melsunger Kirchenvorsteher tun es George gleich. Ein Drittel des Kirchenvorstandes stellt sich nicht mehr zur Wahl. Nun ist der Kirchenkreis Melsungen auf der Suche nach weiteren Kandidaten.

Kein Kampf

"Wir haben hier viele interessierte Leute", sagt Sadowski. Die Melsunger hätten eine positive Grundeinstellung gegenüber der Kirche. Die Gremien aufzufüllen sei deshalb kein Kampf. Allerdings, sagt Sadowski, sehe das in manchen kleinen Gemeinden anders aus.

24 Kandidaten für die Kirchenvorstandswahl werden in Melsungen gesucht. Eigentlich müssen auf den Wahllisten doppelt so viele Kandidaten stehen, wie tatsächlich gewählt werden. In Melsungen wurde die Zahl auf Antrag verringert. Es sei zwar nicht immer leicht gewesen, aber: "Auf 24 sind wir immer gekommen", sagt George.

Wer sich vorstellen kann, im Kirchenvorstand zu arbeiten, dem rät Sadowski, sich vorher über die Arbeit zu informieren. "Sich für sechs Jahre zu verpflichten, sollte eine bewusste Entscheidung sein", sagt der Pfarrer.

Von Verena Koch

Quelle: HNA

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