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Lions Club, Hessenforst und Melsungen sammeln Spenden für Aufforstung

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Über die Aufforstung freuen sich: Melsungens Forstamtsleiterin Petra Westphal und Lions Präsident Thomas Fischer.
Über die Aufforstung freuen sich: Melsungens Forstamtsleiterin Petra Westphal und Lions Präsident Thomas Fischer. © Emily Naatz

Der Stadtwald in Melsungen braucht Hilfe: Dürre und Borkenkäfer haben ihm zugesetzt. Mit einer Baumpflanzaktion wollen der Lions Club, Hessenforst und die Stadt Melsungen dem Wald helfen.

Melsungen – Am Samstag, 5. November, findet daher ein großer Pflanztag statt. Die Organisatoren bitten dafür nun um Spenden.

Schon 2018 wurde der Wald durch den Sturm Friederike beschädigt, dann folgten der Borkenkäferbefall und die Dürre. „Die alten Buchen leiden“, sagt Forstamtsleiterin Petra Westphal. Durch die hohen Temperaturen und den Wassermangel seien die Bäume von oben ausgetrocknet.

„Bäume leben mit verschiedenen Pilzen und Insekten in einer ausgeglichenen Symbiose zusammen und unterstützen sich dabei gegenseitig.“, sagt Westphal. Bei Wassermangel seien die Bäume jedoch zu geschwächt und es entstehe ein Ungleichgewicht. „Die Pilze zersetzen die Buchen von innen und der Baum verliert so an Stabilität.“

Auf der betreffenden Kahlfläche des Stadtwaldes standen früher Fichten, doch diese wurden vom Borkenkäfer befallen und mussten daher abgeholzt werden. Der Fichtenanteil im Stadtwald habe sich durch die Schadsituation von einst um 20 Prozent halbiert. Denn: „Der Borkenkäfer durchtrennt wichtige Nährstoffleitbahnen des Baumes und verursacht so das Austrocknen des Baumes“, erklärt Westphal.

Ist ein Baum vom Borkenkäfer befallen, müsse schnell gehandelt werden, damit keine weiteren infiziert werden. „Innerhalb von sechs Wochen muss der Baum aus dem Wald geholt werden, damit sich die Borkenkäfer nicht vermehren können“, sagt Westphal. Die neu zu bepflanzende Kahlfläche sei ein geeigneter Standort. Wegen einer verhältnismäßig guten Wasser- und Nährstoffversorgung seien die Faktoren ideal für eine Pflanzung, sagt Westphal. Ahornbäume seien besondern geeignet, da diese gut mit trockenem Klima zurechtkämen.

„Der Pflanztag kann jedoch nur stattfinden, wenn der Boden feucht genug ist, damit die Bäume überhaupt eine Chance haben“, sagt Westphal. Um die 2000 kleinen Ahornbäume vor Wildtieren zu schützen, wird ein nachhaltiges Hordengatter aufgestellt.

„Ich freue mich über die enge Zusammenarbeit“, sagt Bürgermeister Markus Boucsein. „Das Aufforsten des Waldes ist ein wertvolles Puzzlestück von vielen in Sachen Umweltschutz.“

Die Baumpflanzaktion wird unter anderem von der Kreissparkasse Schwalm-Eder, Riemann & Partner und KS Medizintechnik unterstützt. (Emily Naatz)

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