Tod nach Raubüberfall

Mann aus Böddiger ertrank in Glückstadt – Jugendliche in Verdacht

Geldbörse fehlte: Taucher suchten im Flutgraben in Glückstadt, wo der Tote aus Böddiger nach einer Woche gefunden worden war. Foto:  Reimers

Böddiger/Glückstadt. Zunächst sah es nach einem tragischen Unfall aus. Inzwischen geht die Polizei in Itzehoe von einem Verbrechen an dem 42-jährigen Familienvater aus Böddiger aus, der vergangene Woche in Glückstadt ums Leben gekommen ist.

Unter dringendem Tatverdacht stehen ein 14-Jähriger und zwei 16-Jährige. Der Jüngere sei vernommen und dann angesichts seines Alters wieder entlassen worden, sagte Staatsanwalt Peter Müller-Rackow aus Itzehoe auf Anfrage unserer Zeitung.

Die beiden 16-Jährigen, die teilweise gestanden hätten, wurden wegen Fluchtgefahr nicht wieder auf freien Fuß gesetzt. Der Haftbefehl gegen die zwei älteren Jugendlichen wurde wegen des Vorwurfs des schweren Raubes mit Todesfolge ausgesprochen. Sie hätten mit einer erheblichen Jugendstrafe zu rechnen, sagte der Staatsanwalt. Nach Kenntnis der Polizei haben die drei den 42-Jährigen überfallen, geschlagen und getreten. Der danach orientierungslose Mann stürzte schließlich in den Festungsgraben und ertrank. Die Tat soll sich im Laufe des späten Abends am Mittwoch, 10. Oktober, ereignet haben. Eine Woche später fand ein Spaziergänger die Leiche, die obduziert wurde.

Unfall oder Verbrechen? Verdächtig war, dass die Geldbörse des Opfers fehlte. Taucher suchten im Festungsgraben, fanden das Portemonnaie des 42-Jährigen aber nicht. Das werteten die Ermittler als Indiz für Fremdverschulden, macht der Staatsanwalt deutlich. Wie die Polizei auf die Spur der drei Verdächtigen kam, dazu sagte der Staatsanwalt aus ermittlungstaktischen Gründen nichts.

Der 42-Jährige hatte als Bauingenieur im Kernkraftwerk Brokdorf gearbeitet und in Glückstadt gewohnt.

Quelle: HNA

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