Melsungen: Schwedischer Reisebus auf A7 ausgebrannt - 250.000 Euro Schaden

Melsungen. Die 51 Fahrgäste und die beiden Busfahrer des schwedischen Reisebusses, der in der Nacht zu Sonntag auf der A 7 ausbrannte, sind mit dem Schrecken davon gekommen.

Wie die Polizei in Kassel mitteilte, hatte der Doppeldeckerbus am Sonntag gegen 0.55 Uhr zwischen den Anschlussstellen Guxhagen und Melsungen aus bislang ungeklärter Ursache Feuer gefangen.

Der Fahrer habe nach eignen Angaben zunächst bemerkt, dass die Elektrik im Bus ausgefallen war. Daraufhin hielt er auf dem Standstreifen an und bemerkte Rauch am Heck seines Fahrzeugs. Sofort weckte er die teilweise schlafenden Fahrgäste und schickte sie ins Freie.

Melsungen: Schwedischer Reisebus auf A7 ausgebrannt - 250.000 Euro Schaden

Aktualisiert um 20.10 Uhr

Nur wenig später schlugen Flammen aus dem Motorblock hervor. Das Feuer griff schnell auf das gesamte Fahrzeug über. Der Bus sowie das Gepäck wurden komplett zerstört. Die Feuerwehren aus Guxhagen, Melsungen und Homberg waren mit insgesamt 24 Feuerwehrleuten und sieben Fahrzeugen im Einsatz. Nach Auskunft von Ulrich Brandenstein, Pressesprecher der Freiwilligen Feuerwehr Guxhagen, war das Feuer nach einer Stunde gelöscht.

Da es sich um einen Doppeldeckerbus handelte, wurde laut Brandenstein auch ein Drehleiterfahrzeug eingesetzt, um von oben besser an das Feuer heran zu kommen. Für die Dauer der Lösch- und Bergungsarbeiten musste die A 7 bis 3.35 Uhr in Fahrtrichtung Süden voll gesperrt werden. Wie die Autobahnpolizei in Baunatal mitteilte, entstanden jedoch keine größeren Verkehrsbehinderungen.

Die Versorgung der Fahrgäste und der beiden Busfahrer wurde durch die Rettungsleitstelle des Schwalm-Eder-Kreises koordiniert. Das Technischen Hilfswerks versorgte sie unter anderem mit Decken. Kreisbrandinspektor Werner Bähr teilte mit, dass der Betreuungszug des DRK die Fahrgäste zunächst zur Raststätte Hasselberg und anschließend in ein Kasseler Hotel brachte. Dort wurden die zum Teil leicht bekleideten Fahrgäste vom DRK mit Kleidung versorgt. Ein angeforderter Ersatzbus sollte im Laufe des Sonntags eintreffen. (abg/dpa/kam)

Quelle: HNA

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