Jugendherberge für Flüchtlinge - Mittwoch entscheiden Stadtverordnete

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Schüler der Radko-Stöckl-Schule spendeten für Flüchlinge: von links DRK-Kreisgeschäftsführer Manfred Lau mit den Schülern Dennis Schmid, Jann-Friedrich Hesse, Jonathan Bühler, Julian v. Kintzel, Melissa Löffler, Mai Linh Rupp, Amy Zathu und Tabea Kreuz.

Melsungen. Die Pläne, in der Melsunger Jugendherberge Flüchtlinge unterzubringen, werden immer konkreter: Am Mittwoch entscheiden die Stadtverordneten darüber.

Die Hilfswelle für Flüchtlinge im Landkreis ebbt nicht ab. Auch in Melsungen wird es in den kommenden Wochen 59 mehr geben. „Wir werden die Jugendherberge kaufen", sagte Bürgermeister Markus Boucsein. Die Mitglieder im Haupt- und Finanzausschuss stimmten einstimmig für den Kauf. Am heutigen Mittwoch wird die Stadtverordnetenversammlung darüber entscheiden.

Die Verhandlungen mit dem Deutschen Jugendherbergswerk seien deutlich weiter voran geschritten, als es Bob Tode, Vorstandvorsitzender des hessischen Landesverbandes, jüngst geäußert hatte, sagt Boucsein.

Die Sanierung sei soweit bereits in die Wege geleitet und im November abgeschlossen. Auch wenn die ehemalige Jugendherberge hervorragend als Gemeinschaftsunterkunft geeignet sei, primäres Ziel sei es, die Menschen dezentral unterzubringen. Auch die Betreuung nehme konkrete Formen an. Der Wunschkandidat der Stadt habe sich beim Landkreis beworben, die Auswahl laufe aber noch. Mit diesem Partner sei am Standort auch eine langfristige Zusammenarbeit vorstellbar, sagte Boucsein abschließend.

Die Hilfe für die Flüchtlinge im Landkreis wird auch an anderer Stelle in Melsungen voran gebracht. Mehrere Koffer und Kartons mit Kleidung und Spielsachen nahm Manfred Lau, DRK-Kreisgeschäftsführer, von Schülern der Radko-Stöckl-Schule in Melsungen entgegen. Die Spenden sind für die Flüchtlinge bestimmt, die das Rote Kreuz im Landkreis betreut.

Im Zuge eines Schulprojekts hatten sich die Schüler der Jahrgangsstufe 12 aus dem Zweig Sozialwesen mit dem Flüchtlingsproblem beschäftigt. Schnell wurde ihnen klar, dass man helfen müsse. „Wir haben unsere Schränke durchforstet und in der Familie Spielsachen gesammelt“, berichtet Tabea Kreuz.

Dann wandten sich die Schüler an das DRK Melsungen und übergaben die Spenden an Manfred Lau. Der stellte sich den Fragen der Schüler zum Thema DRK und Flüchtlinge. Auch diese Spende werde zunächst in das DRK-Lager in Schwalmstadt-Niedergrenzebach gebracht, vorsortiert und an Flüchtlinge verteilt. „In Erstaufnahmecamps besitzen die Ankömmlinge oft nichts außer dem, was sie auf dem Leib tragen. Sie brauchen dringend Kleidung“, erläuterte Lau. „Nachdem das Camp in Schwarzenborn aufgelöst wurde, ziehen jetzt jeweils 500 Menschen in Fritzlar ins Proviantamt und nach Ziegenhain in den Chinapark.

Quelle: HNA

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