Erster Einsatz auf dem Heimatfest 

Melsungen testet neue Kehrmaschine für 100.000 Euro

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Sie soll Melsungen sauberer machen: Bürgermeister Markus Boucsein (rechts) setzt sich dafür ein, dass die gemietete Kehrmaschine gekauft wird. Mit auf dem Foto ist Andreas Hildebrand vom Bauhof. Foto: Carolin Hartung

Melsungen. Die Stadt Melsungen testet eine neue Kehrmaschine. Etwa 100.000 Euro soll sie kosten und dafür sorgen, dass Melsungen künftig sauberer wird.

Die Stadt hat derzeit eine Kehrmaschine gemietet. Für vier Wochen – auch während des viertägigen Heimatfestes – wird sie nun getestet. Bürgermeister Markus Boucsein wirbt dafür, dass sich der Magistrat schließlich für den Kauf der Maschine entscheidet.

„Der Bedarf ist auf jeden Fall da“ sagt Boucsein. Immer wieder bekomme die Stadtverwaltung Hinweise auf Schmutzecken, beispielsweise in der Innenstadt. „Wir können die Leute zwar anschreiben, dass sie den Bereich vor ihrer Haustür sauber halten müssen, aber ob sich letztlich was tut, ist eine ganz andere Sache.“ Die Kehrmaschine sei eine enorme Arbeitsentlastung für die Mitarbeiter des Bauhofs.

Das bestätigt auch Andreas Hildebrand, Mitarbeiter des Bauhofs und einer derjenigen, die die Maschine dieser Tage fahren dürfen. „Gerade für große Flächen ist es optimal.“ Mit der Maschine könne auch feiner Dreck mühelos entfernt werden. „Auch Zigarettenstummel sind jetzt kein Problem mehr.“

Joystick und Display in der Kehrmaschine

In dem kleinen wendigen Fahrzeug steckt jede Menge Technik. Das zeigt sich bei einem Blick ins Cockpit: Joystick und Display helfen beim Bedienen. Jeder Besen und jede Düse lasse sich einzeln ansteuern, sagt Hildebrand. „Aber dafür fällt das Kuppeln weg, es gibt nur Gas und Bremse.“ Außerdem habe die Maschine einen Tempomat.

Die Maschine erledige Arbeit, für die sonst drei Mitarbeiter benötigt würden, sagt Boucsein. Auch in Stadtteilen und Wohngebieten könne die Maschine eingesetzt werden.

Bei Feiern in der Stadt, wie das nun anstehende Melsunger Heimatfest, habe man bisher immer die Entsorgungsfirma Fehr mit der anschließenden Reinigung beauftragt, sagt Boucsein. Etwa 10.000 gebe die Stadt jährlich für solche außerordentlichen Reinigungsarbeiten aus.

Diese Extra-Kosten könne man sich dann sparen und die Reinigung selbst erledigen. Auch wenn das Fulda-Ufer neu gestaltet ist, sei die Maschine eine gute Möglichkeit, um Rad- und Fußwege schnell zu säubern.

Der Rathaus-Chef rechnet mit Kosten von 100.000 Euro für das Fahrzeug, falls sich der Magistrat zum Kauf entscheidet.

Dadurch, dass das Gerät nun erst einmal gemietet worden sei, könne man die Maschine „gebraucht“ kaufen und spare einige Tausend Euro.

Quelle: HNA

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