400 Tonnen Salz unangetastet

Melsunger Bauhof zieht wegen  milder Witterung viele Arbeiten vor

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Melsunger Bauhof zieht wegen der milden Witterung viele Arbeiten vor

Melsungen. Der Melsunger Bauhof ist bereits im Frühjahrs-Modus. Wegen der milden Temperaturen haben die 24 Mitarbeiter mit Pflanz- und Pflegearbeiten begonnen.

"Wir sparen außerdem eine Menge Geld", sagt Martin Dohmann, Bauamtsleiter. Im Salzlager lägen beispielsweise 400 Tonnen Salz nahezu unangetastet. Eine Tonne kostet etwa 85 Euro. "Bei einem mittelstrengen Winter hätten wir bestimmt schon 150 Tonnen verbraucht", sagt Axel Schäfer vom städtischen Bauhof. Tatsächlich seien es aber lediglich fünf gewesen.

Weitaus gewichtiger seien aber die vielen Überstunden, die nicht anfielen, sagt Dohman.

In drei Schichten à acht Mann wird üblicherweise geräumt und gestreut von 5 Uhr bis in die Abendstunden. "Das entlastet die Kollegen sehr und wird vor allem auch den Sommerfahrplan deutlich entzerren", sagt Dohmann. Denn Melsungen wird dieser Tage frühlingsfit gemacht. "Viele Mitarbeiter seien im Einsatz für die Landschaftspflege", berichtet Schäfer. Der Obst- und Großbaumschnitt sei bei Minusgraden nicht möglich, derzeit aber schon. So würden beispielsweise die Platanen auf dem Melsunger Marktplatz in der kommenden Woche geschnitten. Selbst wenn es nochmal richtig kalt werden sollte, schade das den Bäumen nicht.

Richtig viel zu tun haben die Männer vom Bauhof derzeit mit dem Rückschnitt der Hecken außerorts. Viele Kilometer säumen die Feldwege in den Gemarkungen. Bis Februar habe man noch Zeit, sagt Dohmann. Bis dahin müssten aus Umwelt- und Naturschutzgründen diese Arbeiten abgeschlossen sein. Am Dorfgemeinschaftshaus wird außerdem eine Hecke gepflanzt und am Dorfgemeinschaftshaus Günsterode ein Baum. Diese Arbeiten seien sonst frühestens ab März/April möglich, sagt Schäfer. Einzig der Beschnitt an Gräben entlang der Ackerseiten sei nicht möglich. Mit dem schweren Gerät sei es nicht möglich, auf den feuchten Böden zu fahren.

"Aber der Winter kommt noch mal. Da bin ich mir sicher", sagt Dohmann. Das würde bedeuten, dass die Stadt bei den Heizkosten noch mal eine Schippe draufbekommt. Bisher sei weniger verbraucht worden als in den Jahren zuvor, bemerkt er. Ein weiterer sehr erfreulicher Nebeneffekt der warmen Tage.

Von Damai D. Dewert

Quelle: HNA

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