Melsunger Buchhandel kämpft gegen Konkurrenz aus dem Internet

Buchhändler vor Ort: von links Marius, Lena und Jens Pöppe aus Melsungen haben bei Buchhändler Dieter Nalepper von der Melsunger Brückenbuchhandlung Comics gekauft. Fotos: Feser (2)/ Archiv (1)

Melsungen. Wer Leser will, muss online sein - dieser Meinung sind die Buchhandlungen im Melsunger Land. Bücher nur noch im Geschäft zu verkaufen - das war einmal. Und das bekommen auch die lokalen Buchhändler zu spüren.

Deshalb setzen alle auf das Internet, um nicht noch mehr Leser und damit Kunden zu verlieren, wie eine Umfrage ergab.

„Wir geben auf Facebook Buch-Empfehlungen“, sagt Helga Fischer-Lang von der Buchhandlung Bernecker in Melsungen. Das funktioniere gut: Am Abend stelle sie den empfohlenen Buchtitel in das soziale Netzwerk Facebook ein, am Morgen seien schon erste Bestellungen da. Internethändler wie Amazon sieht sie als Konkurrenz, die nicht zu unterschätzen sei. Und deshalb habe sie vor zwei Jahren das Sortiment ihrer Buchhandlung und Papeterie erweitert: Neben Büchern sind auch Öle, Gewürze und Salze im Warenangebot. „Früher haben wir Radierer und Spitzer verkauft, heute sind es Wohlfühldinge, und die kommen gut an“, sagte sie.

Heike Vockeroth von Foto und Buch in Felsberg setzt auf frühe Leseförderung: „Drei Mal pro Woche bin ich in Schulen und Kindergärten unterwegs.“ Dabei stellt sie fest, dass zum Beispiel Fünftklässler es cooler finden, bei Amazon zu bestellen. Gleichwohl gibt es auch großes Plus: „Wir kennen den Geschmack unserer Kunden und können sie daher individuell beraten.“ Das wüssten die Kunden auch zu schätzen. Es kämen jedoch nicht viele junge Berufstätige ins Geschäft. Dabei ist für sie klar: „Wir müssen schon bei den Kindern die Lesefreude wecken.“

Mehr in der gedruckten Ausgabe.

Von Claudia Feser

Quelle: HNA

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