Mutter lief um Regeneinlauf herum

Melsunger Feuerwehr rettet neun Entenküken aus Gully

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Gruppenführer Jan Hilgenberg (l.) und Wehrführer Patrick Schwarz nahmen die Tiere in Obhut.

Melsungen. Selten hat man soviel strahlende Gesichter bei Feuerwehrleuten nach einem Einsatz gesehen, wie am Samstagmorgen in Melsungen.

Gerade war es den Einsatzkräften gelungen, neun Entenküken aus einem Gully zu retten. Es war schön anzusehen, wie die Feuerwehrmänner, die sonst so hart bei Schläuchen und Rettungsgeräten zupacken müssen, ganz zärtlich mit den kleinen, bestimmt erst wenige Tagen alten Wollknäueln umgingen und sie in einen Korb setzten.

Ein 75-jähriger Bewohner der Gisbertzstraße hatte am Samstagmorgen gegen 8.30 Uhr beobachtet, wie die Entenmutter mit ihren insgesamt zwölf Küken über die Straße watschelte. Neugierig gingen die kleinen Enten auf einen Regeneinlauf zu. Plötzlich waren neun der Kleinen durch die Gitterstäbe in den Gully gefallen. Die drei anderen und Entenmutter schnatterten und liefen aufgeregt um den Einlauf herum. Mittlerweile hatte sich auch eine Katze eingefunden, die wohl schon eine köstliche Mahlzeit witterte. Aber die Entenmutter vertrieb die Katze. 

Der Bewohner schaute nach, stellte aber schnell fest, dass er allein nicht helfen konnte, daher alarmierte er die Feuerwehr. Wenige Minuten später waren acht Einsatzkräfte unter der Leitung von Wehrführer Patrick Schwarz an der gemeldeten Stelle angekommen. Als der Gullydeckel geöffnet wurde, drückten sich die kleinen Entchen verschreckt und ängstlich in eine Ecke des dunklen Schachtes. Die Entenmutter war mittlerweile mit ihrem restlichen Nachwuchs über die Straße in einen Vorgarten gewatschelt.

Vorsichtig hoben die Feuerwehrleute die kleinen Küken aus dem Loch und setzten sie in einen Korb. Dann wurden sie zu der wartenden Mutter in den Garten gebracht. Mit lautem Schnattern nahm sie ihren Nachwuchs in Empfang und verschwand unter einer Hecke.

Vermutlich hat die Entenmutter ihr Nest am Fuldaufer, ist dort aber wohl gestört worden und hat sich ein ruhiges Plätzchen in dem Vorgarten gesucht, wo sie sich nun mit ihren zwölf Kindern von dem Schreck am Morgen erholen kann.

Quelle: HNA

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