Melsunger Grasbahnrennen: Leser auf der Piste

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Anspannung: Egbert Möller (links) mit Rennfahrer Thomas Buß vor ihrem Start.

Melsungen. Melsungen stand am Wochenende ganz im Zeichen des 54. Internationalen Grasbahnrennens. Der Sand wirbelte auf der Piste, die Motoren brummten lautstark - und den Benzingeruch nahm wohl jeder der Zuschauer wahr. Es war ein lautes und abenteuerreiches Wochenende beim Grasbahnrennen in Melsungen.

Neben Motorrädern und Quads waren auch Seitenwagen in Aktion zu sehen. Mittendrin war Egbert Möller aus Spangenberg. Er hatte beim HNA-Gewinnspiel gewonnen - und damit die einmalige Chance, einmal selbst als Beifahrer über die Fahrbahn zu peitschen: „Meine Frau hatte bei dem Gewinnspiel mitgemacht und mich damit überrascht“, sagte Möller. Zwar sei er früher selbst Motorrad gefahren, Seitenwagen seien hingegen Neuland für ihn. Der Spangenberger wartete am Samstagnachmittag gespannt auf seinen Einsatz.

In der Zwischenzeit wurde ein spannendes Programm geboten. Ein Leckerbissen für die Augen waren auch am Samstag die Kunststücke von Mike Auffenberg, ein Akrobat auf Motorrad und Quad, neben der Piste: „Einfach unglaublich, was der alles damit anstellen kann“, sagte Zuschauerin Sabine Noll. Sie war mit der Familie zum Grasbahnrennen gekommen. Egbert Möller stand indes kurz davor, ein paar Runden auf der richtigen Stecke zu drehen. Rennfahrer Thomas Buß nahm sich Zeit für ihn und wies ihn in die Grundregeln des Motorsports ein und wie er sich zu verhalten habe.

Bevor die Tore zu Rennbahn geöffnet wurden, merkte man beiden Fahrern die Anspannung an. Schließlich ist der Motorsport keine ungefährliche Angelegenheit.

Fotos vom Grasbahnrennen

Grasbahnrennen in Melsungen

Und dann ging die Post ab: Mit rasantem Tempo rasten sie über die Fahrbahn. Der Sand erschwerte die Sicht von Zuschauern und Fahrern. Drei Runden voller Körperspannung und Adrenalin gingen zu Ende. Als beide Fahrer ausstiegen, merkte man ihnen die Strapazen an. Der erfahrene Rennfahrer Thomas Buß war mir der Leistung seines Schützlings zufrieden. Verschwitzt zog Möller seinen Helm aus: „Das geht in die Gelenke - besonders in den Kurven.“ , sagte er und fügte hinzu: „Es hat großen Spaß gemacht, es war aber auch ziemlich ungewohnt“. Die Idee seiner Frau hat sich als wahrer Volltreffer herausgestellt. (ylb)

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Quelle: HNA

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