Der Melsunger Kirchenkreis kämpft

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Kirchenkreise erhalten: Ein Wunsch von Dekan Norbert Mecke, im Bild vor der Melsunger Stadtkirche.

Melsungen/Homberg. Nach mehreren Initiativen zum Erhalt des Kirchenkreisamtes Melsungen gibt es nun auch Anträge und Beschlüsse zum dauerhaften Fortbestand des Kirchenkreises Melsungen mit seinen derzeit 31.035 Gemeindegliedern.

In der Herbstsynode wurde die Gefahr angesprochen, dass der Kirchenkreis Melsungen in Zukunft nicht mehr die Kriterien für einen eigenen Kreis erfüllen könnte, wie es ein Synodaler formulierte. Die Situation sei betrüblich.

In einem einstimmig gefassten Beschluss erachtet es die Kreissynode für sinnvoll, neue Kirchenkreiszugehörigkeiten im Schwalm-Eder-Kreis in einem einzigen Schritt zu vollziehen.

Ein Beschluss der Landessynode zu einer Fusion der Kirchenkreise Fritzlar und Homberg, „der dies nicht berücksichtigt, muss ausdrücklich mit dem Hinweis verbunden sein, lediglich als ein erster Schritt auf dem Weg zu drei lebensfähigen Kirchenkreisen in der Schwalm-Eder-Region verstanden zu werden“, heißt es im Beschluss.

Pröpstin Sabine Kropf-Brandau erklärte, man halte an dem Wunsch fest, dass es im Schwalm-Eder-Kreis drei lebensfähige Kirchenkreise geben solle. Damit sei noch nichts gesagt über die Zahl der Kirchenkreisämter. Nach der Zusammenlegung der Kirchenkreisämter Fritzlar und Homberg befinde man sich nun auf der Zielgeraden der Fusion der Kirchenkreise Homberg und Fritzlar.

Bis zum Jahr 2015 herrsche bei der Zugehörigkeit der Gemeinden das Prinzip der Freiwilligkeit. Danach werde über Arrondierungen gesprochen – siehe Hintergrund. Dekan Norbert Mecke sagte, die Kreissynode Melsungen begrüße die Bemühungen der Kirchenkreise Fritzlar und Homberg, mit ihrer Fusion einen wesentlichen Beitrag auf dem Weg zu den auch landeskirchlich gewollten drei lebensfähigen Kirchenkreisen in der Schwalm-Eder-Region zu leisten. Erfreulich sei, dass im Zuge der Fusionsüberlegungen offenbar Gemeinden in Randlage zum Kirchenkreis darauf angesprochen worden seien, ob es nicht sinnvoll sei, nach Melsungen zu wechseln.

„Gern wären wir gegenüber diesen Gemeinden bereit gewesen, freundlich Rede und Antwort zu stehen, wie die organisatorischen, finanziellen und sonstigen Bedingungen für eine Eingliederung nach Melsungen aussehen könnten“, sagte Mecke. Gespräche habe es aber bisher nicht gegeben: „Wir würden uns aber freuen, sie nachholen zu dürfen.“

Der Rat der Landeskirche und die Landessynode sollen nun auf Beschluss der Kreissynode die neuen Kirchenkreiszugehörigkeiten in der Schwalm-Eder-Region in einem einzigen Schritt vollziehen. Es befremde, sagte Mecke, Gemeinden zunächst in eine neue Identität eines fusionierten Kirchenkreises hineinwachsen zu lassen, um 2017 diese Strukturen wieder verändern zu wollen.

Von Manfred Schaake

Quelle: HNA

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