Modell steht jetzt im Sparkassen-Foyer 

Asklepios-Klinikum in Miniatur: So soll die Melsunger Klinik  aussehen 

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Außenbereich: Die Dachterrasse für die Psychiatrie-Patienten ist zur Straße Sonnenhang hin ausgerichtet.

Melsungen. Die Melsunger müssen sich noch eine Weile gedulden, bis der Klinik-Neubau steht. Doch eine Miniatur-Ausgabe des künftigen Asklepios-Klinikums ist jetzt schon zu sehen. 

Das Modell

Der Architekturmodellbauer Andreas Gregori von MAD Modellbau in Frankfurt am Main hat den Entwurf für die neue Melsunger Klinik im Maßstab 1:100 nachgebaut. Das Modell besteht aus Kunststoff, ist etwa 1,25 Meter mal 0,85 Meter groß und von innen beleuchtet. Knapp vier Wochen habe er daran gearbeitet, sagt Gregori. Ein Sockel und eine Schutzhaube für das Modell werden am Dienstag noch nachgeliefert. Außerdem muss der Modellbauer noch eine Treppe im Eingangsbereich anfügen. Neugierige können sich die Miniatur-Klinik aber schon jetzt während der Öffnungszeiten der Melsunger Sparkasse ansehen. Dort wird das Modell während des ersten Quartals 2018 ausgestellt – künftig soll es dann im Foyer der Melsunger Asklepios-Klinik stehen.

Anhand des Modells erklärte Dr. Gunther Claus, Chefarzt der Internistischen Abteilung und Inneren Medizin am Klinikum Melsungen, wie das neue Krankenhaus aufgebaut sein wird.

Die Erreichbarkeit

Das Gebäude werde komplett umfahrbar sein, sagte Claus. Vom Parkdeck könne man ebenerdig zum Haupteingang laufen. Generell habe man auf kurze Wege geachtet. Werde etwa ein Patient mit einer spritzenden Magenblutung eingeliefert, könne er vom Krankenwagen direkt in die Endoskopie gebracht werden. Einen eigenen Hubschrauberlandeplatz wird der Neubau nicht haben. „Wir brauchen etwa vier Mal im Jahr einen Hubschrauber am Krankenhaus, dafür lohnt sich kein Landeplatz.“ Hubschrauber könnten aber am Feuerwehrstützpunkt landen.

Die Abteilungen

Im Erdgeschoss befinden sich künftig: Erstaufnahme für die Patienten, Röntgen, EKG, Anästhesie, zwei Operationssäle, Endoskopie und ein zentraler Aufwachraum, große Räume für Physio- und Ergotherapie, ein Andachtraum und ein Abschiedsraum sowie ein Sektionsraum.

Im ersten Obergeschoss ist die Psychiatrie angesiedelt – mit einem Bereich für junge Patienten und einem Bereich für Patienten über 65 Jahre, jeweils mit eigener geschlossener Abteilung.

Damit die Psychiatrie-Patienten auch einen Außenbereich nutzen können, wird in der ersten Etage eine Dachterrasse angelegt. Eine Plexiglasscheibe wird diese Terrasse in zwei Bereiche unterteilen – einen für die Patienten der offenen, einen für die Patienten der geschlossenen Abteilungen. Im zweiten Obergeschoss wird die klassische Patientenversorgung untergebracht, die Chirurgie und die Intensivstation. Letztere werde auch zwei Intensivbetten speziell für Psychiatrie-Patienten bereithalten, sagte Claus.

Im Neubau wird es auf jeder Station ein eigenes Arztzimmer geben – „das war im Altbau nicht gegeben“, sagte Claus.

Die Betten

Im neuen Klinikum wird es 150 Betten geben – 50 mehr als am bisherigen Standort. Die Zahl der Betten für Privatpatienten wird auf neun erhöht. Das reiche, sagte Claus: „In Nordhessen haben wir nur drei Prozent Privatversicherte – im Bundesdurchschnitt sind es 18 Prozent.“

Der Zeitplan

Erste Probebohrungen, um die Bodenbeschaffenheit auf dem Gelände für den Klinik-Neubau zu untersuchen, fanden vom 11. bis 15. Dezember statt. Die Bohrungen laufen immer noch. Durch das Matschwetter hatte es Verzögerungen gegeben. Die ersten Ergebnisse seien aber schon da und sähen gut aus, hieß es am Donnerstag. Böse Überraschungen habe es nicht gegeben. Das heißt, der vorgesehene Zeitplan beim Bau kann wohl eingehalten werden. 

Baustart im Februar 

Die ersten vorbereitenden Arbeiten für den Neubau – unter anderem muss das Grundstück aufgeräumt werden – sollen Anfang Februar beginnen. Zwei Jahre soll der Bau dauern, die Eröffnung ist für das Jahr 2019 geplant.

Quelle: HNA

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