Melsunger Markttag fürs Ehrenamt lockte mit vielen Aktionen

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Heimatverbunden: Die Mitglieder des Heimat- und Verschönerungsvereins (v.l. Dieter Andreas, Helga Engelhardt, Heinrich Ostheim un dAnna Schormann) warben um Nachwuchs, der zurzeit so gut wie jede Verein fehlt.

Melsungen. Hier zählt noch das Prinzip der Freiwilligkeit. Im Verein und in der Interessengemeinschaft, ganz gleich welcher Couleur auch immer, ist das Ehrenamt gefragt. Das unentgeltliche Engagement für die gute Sache.

Doch leider engagieren sich immer weniger Menschen ehrenamtlich. Deshalb gibt es in Meldungen jetzt die Ehrenamtsagentur (HNA berichtete). Am Samstag stellten sich 24 Vereine und Organisationen und ihre Arbeit vor.

Der Markttag für das Ehrenamt versammelte all jene Melsunger Aktivisten über Stunden auf dem Marktplatz. Mit Infoständen, Faltblättern und jeder Menge Aktionen. Dabei war der Tenor einhellig: „Uns mangelt es ganz klar an Nachwuchs“, klagte Michael Müller vom Melsunger Wassersportverein. „Deshalb versuchen wir, gerade junge Leute für unser Hobby zu begeistern“, sagte der Vorsitzende. Im Fall des Wassersportvereins hatte man sich eine geradezu spektakuläre Schau für den Markttag einfallen lassen: eine Kanuvorführung auf dem Brunnen vorm Rathaus. So demonstrierte Müller, wie man sich als Kanufahrer in wilden Gewässern rettet, falls das kleine Boot zu kentern droht: mit der so genannten Eskimorolle. „Die ist für Kanufahrer überlebenswichtig“, sagte Michael Müller. „Man muss beherrschen, sich mitsamt seinem Kanu einmal um die eigene Achse zu drehen und wieder aufzutauchen. Sonst ist man in Wildwasser verloren.“

Wanderführer gesucht

Heinrich Ostheim und Anna Schormann vom Melsunger Heimat- und Verschönerungsverein zieht es seltener ins Wasser. Jedenfalls im Zusammenhang mit ihrer Vereinsarbeit. „Und trotzdem suchen auch wir händeringend neue Mitglieder, die künftig unsere Fahne hochhalten“, sagte Vorsitzender Heinrich Ostheim. So mangele es beispielsweise an neuen Wanderführern, die die wöchentlichen Wandertouren des Vereins planen und leiten. „Unser harter Kern kann das alles nicht mehr lange alleine bewältigen“, sagte die derzeitige Wanderführerin Anna Schormann. „Wir brauchen Nachwuchs, der sich für unsere Interessen einsetzt.“

Für all jenes warben die Ehrenamtlichen am Samstag. Und zogen in manchem Fall tatsächlich Neulinge in ihren Bann. So zum Beispiel Jette und Anna Sauermann, die sich am Stand des Tennisclubs Blau-Weiß Melsungen mit Schläger und Ball übten. „Das macht richtig Spaß“, sagte Jette Sauermann und parierte mit ihrem Racket wie eine Große. „Vielleicht will ich später auch in den Tennisverein.“

Quelle: HNA

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