Geld für die Hospizarbeit

Melsunger Polizei spendet 700 Euro für zwei Angebote in Region

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Guter Zweck: Während der Spendenübergabe von links Daria Klevinghaus, Stationsleiter Gerd Kümmel, Günter Potyka und Christiane Heinecke-Porstman sowie Niklas Hruschka, Waltraud Nöding, Berthold Vockeroth und Dagmar Kurik von der Tagesschicht.

Melsungen. Die Melsunger Polizei spendete 700 Euro an den ambulanten Kinderhospizdienst in Kassel und den Partnerschaftsverein Koudougou.

Der Erste Polizeihauptkommissar und Leiter der Melsunger Polizeistation Gerd Kümmel übergab an Daria Klevinghaus für den Kinderhospizdienst 500 Euro und an Günter Potyka vom Städtepartnerschaftsverein 200 Euro.

Das Geld stammt aus einer Sammlung der Kollegen anlässlich ihres Betriebsausflugs. "In den zurückliegenden Jahren hat es meist Ausflugsfahrten gegeben", sagte Kümmel. In diesem Jahr verbrachten die Kollegen, Angehörigen und Pensionäre den Tag zur Pflege des Gemeinsinns, so die steife Formulierung im Amtsdeutsch, in Melsungen und veranstalteten eine Tombola für den guten Zweck. Während des Betriebsausflugs bleibe ein ortskundiger Kollege in der Station und die anderen Stationen im Schwalm-Eder-Kreis helfen sich personell aus. So bleibt die polizeiliche Versorgung natürlich gewährleistet.

Im Kollegenkreis habe man lange überlegt und recherchiert, sagte Kümmel. Die Mitarbeiter der Polizeistation haben bereits seit Jahren ein Patenkind in Burkina Faso. Angesichts der katastrophalen medizinischen Versorgung in dem Land, das zu den ärmsten der Welt gehört, habe man sich entschieden, die dort tätige Union für Medizin zu unterstützen.

Ehrenamtliche gesucht

Mit der Auswahl des ambulanten Kinderhospizdienstes hoffe man für dieses einmalige Angebot werben zu können. Eine solche aufopferungsvolle und wichtige Arbeit müsse mehr in die Mitte der Gesellschaft gerückt werden, sagte Kümmel.

Daria Klevinghaus berichtete von der jahrelangen Betreuung schwer kranker Kinder, die unter lebenszeitverkürzenden Krankheiten litten, so der Fachausdruck. Krebs gehöre nur selten dazu, berichtete die selbst ehrenamtlich Tätige. Die Spende sei fantastisch. Denn das relativ junge Angebot sei in der Region noch wenig bekannt. Den Hospizdienst gibt es seit 2007. Aber so gebe es bisher im Schwalm-Eder-Kreis zu wenige Ehrenamtliche; auch betroffene Familien aus dem Landkreis könnten sich melden. (ddd)

Kontakt: Kinderhospizdienst, Tel. 0561/5297710

Quelle: HNA

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