Mängelliste wird vorgestellt

Melsunger Stadthalle wird für vier Millionen Euro saniert

Melsungen. Die Melsunger Stadthalle ist sanierungsbedürftig. In einer Bürgerversammlung wird die Stadt unter anderem die Brandschutzstudie mit einer Mängelliste vorstellen.

Die SPD hatte die Kosten, um die Auflagen zu erfüllen, auf zwei Millionen Euro beziffert. Weitere zwei Millionen Euro würden fällig, um die Stadthalle zu modernisieren.

„Die Einwohner können und sollen sich in der Versammlung einbringen und Wünsche äußern, was die Stadthalle nach der Renovierung können und beinhalten soll“, sagt Timo Riedemann. Der Stadtverordnetenvorsteher lädt kraft Amtes zur Versammlung ein. Die geäußerten Wünsche würden natürlich unter der Prämisse der Bezahlbarkeit betrachtet.

Im laufenden Jahr solle das Sanierungskonzept erarbeitet werden, sagt Riedemann. Mit dem Start der Arbeiten sei daher frühestens im Jahr 2018 zu rechnen.

„Wir hoffen, dass wir sanieren können und weiterhin Veranstaltungen in der Stadthalle stattfinden können“, sagt Riedemann. Derzeit fänden dort jährlich etwa 300 Termine statt. Ein möglicher Ausweichort könnte im Notfall für einige Veranstaltungen die Kulturfabrik sein. Auch wenn derzeit Mängel vorhanden seien, führten die bisher noch nicht zu Einschränkungen im Betrieb. Zu den dokumentierten Mängeln gehören beispielsweise: 

• Die Absicherung der Hausmeisterwohnung über der Küche des Restaurants ist unzureichend. 

 • Die Lüftungsanlage ist veraltet. Gerade bei größeren Veranstaltungen werde es sehr warm in der Halle, sagt Riedemann. Denkbar sei daher künftig eine Klimaanlage. Schon um die Nachbarschaft nicht über Gebühr zu strapazieren, könnten nicht einfach Fenster geöffnet werden. 

 • Im Kellergeschoss gibt es zwei kleine Veranstaltungsräume und eine Kegelbahn. Allerdings fehlt ein zweiter Fluchtweg. Man müsse also überlegen, ob es sinnvoll sei, die Räume beizubehalten und einen neuen Fluchtweg zu planen, oder künftig auf die Nutzung zu verzichten, erklärt Riedemann die Problematik.

Es müsse also gut überlegt werden, mit was bei der Sanierung begonnen werden solle.

Ein Abriss stünde überhaupt nicht zur Diskussion, sagt Riedemann. Diese Annahme gehe lediglich auf eine leicht provokante Äußerung eines CDU-Mitglieds in den Medien zurück, keine Denk-Tabus zu haben.

Quelle: HNA

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