Mengsberg setzt auf Solarenergie

Blick auf den Ort: Mengsberg will Bioenergiedorf werden, dafür wollen die Bewohner mehr Solarkraft nutzen. Foto:  Archiv

Mengsberg. Mengsberg ist weiter auf dem Weg zum Bioenergiedorf. Eine geeignete und favorisierte Fläche für die Heizzentrale und den Solarthermie-Park ist gefunden -mit den Eigentümern wird derzeit verhandelt - es gibt aber auch noch geeignete Ausweichflächen.

Das erklärte Ortsvorsteher Karlheinz Kurz, Leiter der Lenkungsgruppe Bioenergiedorf Mengsberg.

Das mit der Gesamtplanung beauftragte Ingenieurbüro könnte auch als Generalunternehmer für den Bau der Gesamtanlage in Betracht kommen und bestätigt, wenn alle Pläne verwirklicht werden. Die Grundlast in den vier Sommermonaten soll von dem 3315 Quadratmeter großen Solarthermie-Feld kommen und mit einem Holzhackschnitzel Blockheizkraftwerk gemeinsam den Rest des Jahres Wärme produzieren und das 9,5 Kilometer lange Rohrnetz versorgen. Bei hohen Minusgraden im Winter, ist ein Spitzenlastkessel erforderlich. Dieser wird in der Regel mit Heizöl befeuert -- damit schnell Zusatz-Wärme zur Verfügung steht. „Wir wollen auf Rapsöl setzen, weil wir von fossilen Brennstoffen ganz weg wollen“, sagt Kurz. Das Rapsöl für die Anlage soll in Mengsberg entstehen. Die Presse dafür wird die Genossenschaft selbst anschaffen, die Pflanzen werden bei heimischen Landwirten gekauft.

Auch bei den Hackschnitzeln soll der Bedarf so weit wie möglich vor Ort gedeckt werden und Schnittgut von Hecken und Sträuchern aus dem Ort an der Anlage direkt gehäckselt und verwertet werden. Karlheinz Kurz hofft, dass in diesem Jahr noch alle Verträge unter Dach und Fach gebracht werden können. Dazu muss allerdings zunächst die Genossenschaft gegründet werden - möglichst bis Anfang Oktober.

Für den Bau der Solarthermie-Anlage wurde den Mengsbergern ein 40-prozentiger Zuschuss in Aussicht gestellt. Ebenso gibt es im günstigsten Fall für den Bau der Nahwärmeleitung und der Hausübergabestationen fast eine Million Euro an Zuschüssen. Die Gesamtinvestitionen belaufen sich auf sechs Millionen Euro.

154 Absichtserklärungen von Mengsbergern liegen bereits vor - dabei sind auch Schule, Hallenbad, Kindergarten, Vereinsheime integriert.

Der Ortsvorsteher geht davon aus, dass sich die Zahl noch bis auf 180 steigern lässt. (syg)

Quelle: HNA

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