Gerta Barth und Beate Göring bildeten elf Frauen für die Trauerbegleitung aus

Um Menschen beizustehen

Abschluss: Beate Göring (3. v. links) und Gerta Barth (5. v. links) schulten elf Frauen in der Trauer- und Hospizarbeit. Der Kurs wurde vom Trauer- und Hospiznetzwerk des Schwalm-Eder-Kreises geleitet und veranstaltet. Foto: privat

Frielendorf. „Nahe sein in schwerer Zeit“ – so lautete der Titel der Fortbildung zur Vorbereitung von Ehrenamtlichen in der Trauerbegleitung, die am Freitag in einer Feierstunde im Dietrich-Bonhoefer-Haus in Frielendorf ihren Abschluss fand.

Seit November 2012 nahmen elf ehrenamtlich tätige Frauen an dieser, 80 Unterrichtsstunden umfassenden, Fortbildung teil. Beate Göring und Gerta Barth, stellvertretende Vorsitzende des Trauer- und Hospiznetzwerks im Schwalm-Eder-Kreis, übernahmen die Leitung. Veranstalter der Fortbildung waren der Verein Trauer- und Hospiznetzwerk im Schwalm-Eder-Kreis in Kooperation mit der Hospizgruppe und der Kirchengemeinde Frielendorf. Die Feierstunde zum Ende der Fortbildung begann mit einer Andacht durch Pfarrerin Margret Artzt und Pfarrer Marco Firnges. Dr. Reinhard Trolp, Vorsitzender des Trauer- und Hospiznetzwerkes, sprach einige Grußworte und übergab den Ehrenamtlichen ihre Teilnahmebescheinigungen.

Erste Qualifizierung

Die Kursteilnehmerinnen sowie geladene Gäste aus der Praxis und den Hospizgruppen Frielendorf und Felsberg-Melsungen freuten sich über diese erste Qualifizierung zur Trauerbegleitung, die in der Feierstunde einen gelungenen Abschluss fand.

„Die Gruppe arbeitete sehr intensiv“, sagte Gerta Barth. Die Frauen hätten sich in ihrer Gemeinschaft trotz des schwierigen Themas wohl und geborgen gefühlt.

„Wir können die Menschen nicht in ihrer Trauer allein lassen“, sagte die Kursleiterin. Für die Mitglieder des Trauer- und Hospiznetzwerkes ist es wichtig, Menschen für die Arbeit mit Trauer, Tod und Hospiz zu qualifizieren. Die elf Frauen sind nun ausgebildet, für die Assistenz in einer Trauergruppe und einem -café sowie die Einzelbegleitung.

Der Kurs setzte sich aus drei Teilen zusammen: Während des Grundkurses hatten sich die Teilnehmerinnen zunächst mit eigenen Trauerwegen auseinandergesetzt. Es folgte ein Praktikum mit regelmäßigen Reflexionsabenden in der Gruppe. Im Vertiefungskurs bezog sich der inhaltliche Schwerpunkt auf die Begleitung von Menschen in Trauersituationen. Zukünftig sollen weitere solcher Fortbildungen angeboten werden.

Angebote des Vereins

Die Ausbildung von Ehrenamtlichen ist ein Teil der Arbeit des Trauer- und Hospiznetzwerkes. Der Verein wurde im Juni 2011 gegründet. Sein Ziel ist es, die Trauer- und Hospizarbeit im Landkreis zu unterstützen und zu fördern. Neben der Fortbildung gehören auch Ansprechpartner zur Sterbebegleitung zum Angebot des Vereins. (cls)

Informationen: www.trauerhospiznetzwerk-sek.de

Quelle: HNA

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