Zwei Fälle von Menschenhandel: Frauenhaus nahm 53 Gewaltopfer auf

Schwalm-Eder. Misshandelt, unterdrückt und ausgebeutet -Frauenrechte werden oft mit Füßen getreten, auch im Schwalm-Eder-Kreis. Am heutigen Weltfrauentag wird daran erinnert.

Dass dieser Tag auch mehr als 100 Jahre nach seiner Erfindung nichts von seiner Bedeutung verloren hat, zeigt ein Blick ins Homberger Frauenhaus. Dort finden Frauen in Not aus dem ganzen Landkreis Zuflucht. 53 Frauen und 47 Kinder hat das Frauenhaus im Jahr 2012 aufgenommen. Damit lag die Zahl höher als im Jahr 2011 (46 Frauen und 36 Kinder), aber unter dem Schnitt der vergangenen 15 Jahre (59 Frauen, 58 Kinder).

Die Frauen, die in der Einrichtung Schutz suchen, sind überwiegend Opfer häuslicher Gewalt. Von den 53 Frauen, die im vorigen Jahr aufgenommen wurden, waren 40 von ihrem Ehemann oder Lebensgefährten misshandelt worden. In elf Fällen waren Familienangehörige, Bekannte oder Ex-Partner die Täter. Zwei Frauen waren Opfer von Menschenhandel.

Obwohl sie sich damit möglicherweise erneut der Gewalt aussetzen, kehrten im vergangenen Jahr 19 Betroffene nach ihrem Aufenthalt im Frauenhaus wieder in die Partnerschaft zurück. Sechs Frauen zogen in eine eigene Wohnung, acht zu Freunden oder Familie. Nur in drei Fällen musste der Partner die gemeinsame Wohnung verlassen. (jul)

Quelle: HNA

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