Keine Gefahr für Magen-Darm-Erkrankung: Mensen in der Region sind sauber

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Gesundes Essen an der Wilhelm-Filchner-Schule in Wolfhagen: (von links) Antonia Bossecker (Bründersen), Jana Vialon (Balhorn), Janik Böhle (Wolfhagen), Maja Kummerow (Wenigenhasungen) und Laura Flamme (Oelshausen).

Wolfhager Land. Die aktuell große Zahl an Magen-Darm-Infektionen unter Schülern in Ostdeutschland werde es in dieser Form im Wolfhager Land und im Kreis Kassel nicht geben. Das sagte Harald Kühlborn, Sprecher des Landkreises Kassel.

Denn an den Schulen in der Region werde das Essen nicht wie im Osten von einem einzigen Unternehmen geliefert, sondern von mehreren.

Die Mensen an den Gesamtschulen werden in den meisten Fällen von den Fördervereinen betrieben. Die Betreiber kümmerten sich um die Zulieferer. An der Wilhelm-Filchner-Schule in Wolfhagen werden die Speisen selbst zubereitet. Die Produkte würden in der Region eingekauft. Zwischen 500 und 600 Essen pro Tag würden in der Mensa und der zugehörigen Cafeteria ausgegeben, sagt Maria Sauer, die beide Einrichtungen betreibt.

Die Mensa der Förderschule in Wolfhagen beziehe ihr Essen über den Catering-Service von Apetito, sagt Kühlborn. Zudem übernähmen Schüler der achten Klassen ein bis zwei Mal wöchentlich das Kochen.

In der Chrsitine-Brückner-Schule in Bad Emstal arbeitet der Förderverein mit Dr. Hoppe Biocatering zusammen, die Firma hat ihren Standort in der Pommernkaserne in Wolfhagen. Und an der Elisabeth-Selbert-Schule in Zierenberg beschäftigt der Förderverein Mitarbeiter, die die Schulspeisung übernehmen und kochen. Wie Kühlborn sagte, werde der Landkreis lediglich unterstützend tätig, etwa bei den Abrechnungen.

Natürlich könne man für den Landkreis Kassel nicht ausschließen, dass sich Magen-Darm-Erkrankungen auch hier ausbreiten. Allerdings könne ein Flächenbrand wie derzeit in den östlichen Landesteilen verursacht durch einen zentralen Caterer ausgeschlossen werden.

Etwa 11.000 Kinder und Jugendliche in Thüringen, Sachsen, Berlin, Brandenburg und Sachsen-Anhalt waren und sind bislang von den Brechdurchfällen betroffen. Ihre Schulen und Kindergärten wurden alle vom selben Caterer mit Essen versorgt. Die Speisen stammten vom Unternehmen Sodexo in Rüsselsheim.

Erdbeeren aus China stehen derzeit im Verdacht, die Epidemie ausgelöst zu haben. Nach den bisherigen Erkenntnissen wurden die Erdbeeren nach ihrer Ankunft im Hamburger Hafen über einen Großhändler aus Sachsen in mehrere ostdeutsche Zentralküchen für Schulessen geliefert. In den Einzelhandel sind die Früchte wahrscheinlich nicht gelangt.

Quelle: HNA

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