Menü für Feinschmecker: 70 Besucher lauschen Klängen und Worten im Museum 

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Entführten ihre Zuhörer in die Welt von Mozart, Haydn & Co.: Barbara Schiffner (von links), Monika Heise, Ilse Möse und Maike Gränzdörffer im Regionalmuseum.

Wolfhagen. Kunstinteressierte im Regionalmuseum sind keine Seltenheit. Den Fachwerkraum der Zehntscheune aber sogar über den letzten Platz hinaus gefüllt zu sehen, das ist schon eher eine Seltenheit. Am Donnerstagabend sollte dem so sein. „Klänge und Worte der edelsten Sorte 2.0“ lockten an die 70 Besucher ins schmucke Ambiente.

Sie erlebten einen kurzweiligen Abend für musikalische Feinschmecker. Barbara Schiffner und Monika Heise an den Violinen, Ilse Möse an der Bratsche und Maike Gränzdörffer am Cello entführten ihre Zuhörer in die Welt von Mozart, Haydn & Co. Im vereinten Spiel entwickelten sie ein wunderbar harmonisches Klangerlebnis der besonderen Art.

Insbesondere in Kombination mit den von Wolfgang Schiffner und Museumsdirektor Dr. Jürgen Römer vorgetragenen Texten ein besonderer musikalisch-literarischer Genuss. Ob die literarischen Werke nun eher die Musik des Streichquartetts untermalten, oder eben dieses vielmehr den klassischen Soundtrack für die rezitierenden Herren lieferte, das lag im Auge des Betrachters. Beide Parts harmonierten hervorragend und machten den Abend schon zu Beginn zu einer runden Sache, als es nicht nur den ersten Satz aus Wolfgang Amadeus Mozarts erstem Preußischen Quartett, sondern auch die dazugehörige Entstehungsgeschichte zu hören gab.

Da erfuhr man, dass Mozart sich in einer bedrückenden Situation befand, aus der Wiener Innenstadt an den Stadtrand ziehen musste. Er konnte die Miete nicht bezahlen.

Die Hintergrundtexte zur Musik hatten Römer und Schiffner gekonnt ausgewählt. Neben kurzweilig aufbereiteten Fakten fehlten auch für manch Schmunzler sorgende Anekdoten nicht. Da wurde die Musik Haydens auch schon einmal mit Brausepulver verglichen, die frohe Laune gibt.

Den Beweis lieferten die vier Musikerinnen. Werke von Juan Crisóstomo de Arriaga, Arthur Foote, Fritz Kreisler, Scott Joplin und Peter Heidrich komplettierten den Abend, der wahrlich der „edlen Sorte“ zuzuschreiben ist.

Quelle: HNA

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