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Mensa der Steinwaldschule ist fertig - Mittagstisch vier Mal pro Woche

Neukirchen. Ein Jahr lang konnten Schüler und Lehrer der Neukirchener Steinwaldschule beobachten, wie ihre neue Mensa in den Himmel wächst: Jetzt ist der halbrunde, moderne zweistöckige Bau fertig. Seit September läuft der Betrieb, an vier Tagen pro Woche wird ein Mittagstisch angeboten.

Beliefert wird die Schule vom Diakoniezentrum Hephata. Bis zu 400 Essen könnten maximal über den Tresen der Ausgabe gehen: Bis jetzt nutzen täglich etwa 100 junge Leute und Lehrer das Angebot. Die Bestellung der Speisen regelt ein völlig neues System: „Ein Novum hier in Neukirchen, das es so im ganzen Kreis noch nicht gibt“, erklärt Norbert Messirek, Leiter des Geschäftsbereiches Speisenverteilung. Denn die Schüler bestellen ihre Menüs - drei stehen täglich zur Wahl - online. Möglich ist das entweder über den heimischen Computer: „Vorteil ist, dass die Eltern jederzeit mitschauen können“, sagt Messirek. Oder aber über Handys mit Internetzugang. Bis spätestens zehn Uhr muss die Bestellung eingegangen sein: Drei Stunden später steht das Essen dann bereit.

Die Nutzung erfolgt völlig bargeldlos: Alle Gäste erhalten bei ihrer Anmeldung einen kleinen Chip, ähnlich dem für Einkaufswagen, auf den zweckgebunden ein Guthaben geladen wird. Bei jeder Ausgabe registriert ein Lesegerät die Daten der Kunden: „Ein Bildschirm zeigt uns den Namen des Gastes an und vor allem, welches Menü er gewählt hat“, erläutert Mitarbeiterin Petra Scheuer, die gemeinsam mit ihren Kolleginnen Gudrun Reinhardt und Lydia Lorenz die Essensausgabe koordiniert.

Vorbereitet werden alle Speisen in der Küche des Diakonienzentrums: Dabei ist die Anlieferung zeitunabhängig, weil die Mensa über eine Kühlzelle verfügt. Bevor die Wahl auf das Diakonizentrum fiel, haben Schüler und Lehrer bei unterschiedlichen Anbietern Probe gegessen. „Wir haben uns außerdem viele Abläufe in Kantinen angeschaut, um mögliche Fehler im Betrieb zu vermeiden“, erzählt Lehrer Ottmar Ginzel. Das Angebot richtet sich übrigens auch an die Kinder der benachbarten Grundschule. Doch in dem markanten halbrunden Bau steckt weit mehr als die sonnendurchflutete Mensa. Im Untergeschoss sind weitere Räume enstanden. Neben der Schulsozialarbeit ist die Technik untergebracht, hat der Hausmeister Platz für Werkzeuge und Geräte. Außerdem gibt es einen Töpfer- und einen Theaterraum.

Kaum ist der Anbau fertigt, gehen die Arbeiten an der Schule in die zweite Runde: Die Gebäude werden komplett energetisch saniert, alle Außenwände neu gedämmt und mit neuen Fenstern versehen.

Von Sandra Rose

Quelle: HNA

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