"Richtige Entscheidung zur richtigen Zeit"

Merkel-Rückzug: Basis der CDU im Wolfhager Land erleichtert

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Wolfhager Land. Bundeskanzlerin Angela Merkel hat ihren Rückzug vom Parteivorsitz angekündigt. Zudem will sie nach dem Ende der Legislaturperiode im Jahr 2021 nicht erneut als Kanzlerin antreten. 

Damit zieht Merkel die Konsequenz aus dem Wahldebakel in Hessen. „Ich finde die Entscheidung von Frau Merkel vernünftig“, sagt Daniel Rudenko, Vorsitzender der Jungen Union im Kreis Kassel. Der Bad Emstaler findet es gut, dass nun der Weg frei ist für eine Entscheidung über den künftigen CDU-Vorsitz und eine Neuorientierung der Partei. Hätte die CDU-Chefin allerdings zu einem früheren Zeitpunkt ein Signal gegeben, wäre der Wahlausgang in Hessen für seine Partei vielleicht ein besserer gewesen, so Rudenko.

Das sieht Dr. Walter Lübcke, früherer Landtagsabgeordneter und Mitglied im Landesvorstand der CDU anders: Eine Personaldiskussion um die Merkel-Nachfolge hätte die hessischen Themen noch zusätzlich überlagert. Bundesthemen hätten ohnehin dominiert, sagt der Isthaer, der Anfang Dezember beim Bundesparteitag als Delegierter an der Wahl für die Merkel-Nachfolge beteiligt sein wird. Bis dahin sei Zeit, sich über die richtige Person Gedanken zu machen.

Dass Angela Merkel, den Parteivorsitz abgibt, sieht Martin Roth, Kreisgeschäftsführer der CDU aus Naumburg, positiv: Sie könne sich stärker auf ihre Aufgaben als Kanzlerin konzentrieren. Das sei angesichts der internationalen Herausforderungen, aber auch der Situation in der Koalition von besonderer Bedeutung.

Der ehemalige CDU-Bundestagsabgeordnete Thomas Viesehon aus Volkmarsen findet Merkels Entscheidung und auch den Zeitpunkt richtig. Er zollt ihr Respekt und Anerkennung für die geordnete Politik. Aber Politik sei ein Job auf Zeit. Seine Favoritin für den CDU-Vorsitz sei Annegret Kramp-Karrenbauer. Sie habe sowohl konservative als auch moderne Züge und den Kompass, der jetzt gebraucht werde.(ant/nom/mow)

Quelle: HNA

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