Die Reitergruppe Heimarshausen veranstaltet seit über 30 Jahren Schleppjagden

Meute auf der Anis-Spur

Im standesgemäßen Ambiente: Das Schloss Garvensburg im Fritzlarer Stadttteil Züschen war Ort eines Zwischenstopps. Fotos: Zerhau

Fritzlar/heimarshausen. Alle zwei Jahre wird der kleine Ort Heimarshausen zum Mekka der Jagdreiter. Dann kommen Reitersleute aus ganz Hessen und den angrenzenden Bundesländern dorthin, um an der traditionellen Schleppjagd teilzunehmen.

In diesem Jahr hatte die Reitergruppe Heimarshausen des Ländlichen Reit- und Fahrvereins Fritzlar zur Hessischen Verbandsschleppjagd eingeladen. Gastgeber Werner Sauer und die Mitglieder des 1. Jagdhornbläserkorps Petersberg bei Fulda schickten die Reiter auf die Verfolgung der Meutehunde.

Zum ersten Mal waren zwei Hundemeuten in Heimarshausen am Start. Neben der Geiseltal-Beagle-Meute aus Naumburg an der Saale in Sachsen-Anhalt unter der Leitung von Master Rainer Pistorius war die Vogelsberg-Beagle-Meute unter der Leitung von Master Hans Nimmrichter mit dabei.

Hinter der Schleppe her

Aufgeteilt in zwei Gruppen folgten die Hunde den ausgelegten Anisspuren, in Fachkreisen Schleppe genannt. Auf dem Kurs von knapp 20 Kilometern Länge waren neun Spuren gelegt. Dabei ging es über Feld, Wald und Wiese rund um die Gemarkung des Naumburger Ortsteils Heimarshausen.

Unterwegs mussten die Reiter Hindernisse bewältigen, die im Vorfeld der Jagd entlang der Strecke aufgebaut worden waren. Für diese Arbeiten zeichnete ein Dutzend Helfer aus dem Ort verantwortlich. Bereits drei Wochen vor dem Ereignis waren sie damit beschäftigt, Holzstämme, Strohballen und andere Hindernisse aufzustellen.

Die Schleppjagd war auch für Zuschauer ein lohnendes Ziel. An die 500 Besucher kommen alle zwei Jahre und werden vom Veranstalter über das Geschehen informiert. Von an der Strecke verteilten Wagen konnten sie sich die Jagd ansehen. Zum ersten Mal gab es einen Zwischenstopp im Park von Schloss Garvensburg in Züschen. Bei herrlichem Herbstwetter hatten sich weitere Besucher vor dem Schloss versammelt. Unter den Klängen der Jagdhornbläser zogen Meute und Reitergruppe im Schlosspark ein, ehe es zum Halali wieder zurück nach Heimarshausen ging. Dort wurden die Hunde mit dem Currée belohnt. Dabei wurden große Pansenbrocken zum Dank an die Hunde verfüttert. Werner Sauer von der Reitergruppe lobte ausdrücklich die Einwohner von Heimarshausen für ihre Mitarbeit. Alle zwei Jahre unterstützten sie die Schleppjagd und seien auch bereit, ihre Grundstücke zur Verfügung zu stellen. Mehr Bilder unter www.hna.de/foto

Von Peter Zerhau

Quelle: HNA

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