Eine bunte Einladung

Michael Woisetschlägers Hoftor in Wehren wurde von einem Künstler gestaltet

Willkommen auf dem Rosenhof: Michael Woisetschläger an seinem künstlerisch gestalteten Hoftor. Foto: Dellit

Wehren. Michael Woisetschläger wohnt erst seit einigen Wochen mit seiner Frau in Wehren, hat aber schon einen deutlich sichtbaren Akzent gesetzt. Den Hof, den Woisetschläger mitten im Dorf gekauft hat, ziert ein fast sieben Meter breites, künstlerisch gestaltetes Hoftor.

Woisetschläger, der Chefredakteur des Pferdesport-Journals war, hat Kontakte zu dem Metallkünstler Joachim Harbut aus der Nähe von Mainz. Dieser war zu Gast in Wehren, um das Tor zu gestalten.

Dabei habe er viel Material verwendet, das bereits auf dem Hof vorhanden war. An dem Tor gibt es viel zu entdecken: große Glaselemente, die das Wohnhaus auf dem Kopf erscheinen lassen; Schlüssel, Teile aus dem Pferdesport, der großen Passion von Woisetschläger und vieles mehr. Das Tor solle auf keinen Fall abweisend wirken, sondern vielmehr einladend, sagt Woisetschläger, der seinen Hof Rosenhof genannt hat.

Er selbst und seine Frau fühlten sich im Dorf willkommen und das viel herzlicher, als man es den Nordhessen gemeinhin nachsage. An dem Tor hat auch ein Jugendlicher aus Hann Münden mitgearbeitet. Kelvin Lopez habe viel Zeit und Arbeit investiert, sagt Woisetschläger, der jetzt in Hann Münden eine neue Stelle gefunden hat. Er arbeitet dort an einer Akademie für Berufsbildung. Dort wird auch Metallkünstler Harbut Projekte anbieten.

Er könne sich gut vorstellen, in Wehren Angebote zu machen, zum Beispiel Metallarbeiten für Jugendliche, aber gerne auch Programmpunkte für das nächste Brunnenfest auf dem eigenen Hof.

Neben seiner beruflichen Tätigkeit hat der begeisterte Pferdefreund weiterhin viel vor. Im Nomadencamp, wie er es nennt, können die Teilnehmer berittenes Bogenschießen und historisches Schwertfechten üben.

So kann man vielleicht auch irgendwann auf dem Rosenhof in Wehren, benannt nach den Rosenbeeten auf dem Gelände, große Abenteuer im kleinen Dorf erleben. "Das", sagt Woisetschläger, "ist unsere Passion."

Wer nicht selbst aufs Pferd steigen oder das Schwert schwingen möchte, kann viel entdecken, wenn er einfach nur seine Augen über das künstlerische Hoftor in Wehren schweifen lässt.

Von Olaf Dellit

Quelle: HNA

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