Mieses Sommerwetter bescherte Freibädern schlechteste Bilanz aller Zeiten

Wolfhager Land. Durch den überaus schlechten Sommer fällt die Bilanz bei vielen Freibädern im Wolfhager Land zum Teil so schlecht aus, wie niemals zuvor. Einige der acht Bäder fürchten um ihre weitere Existenz.

„Die aktuelle Saison war die schlechteste seit Bestehen im Jahre 1993“, sagt Betriebsleiter Sven Gulau über die Saison des Wolfhager Erlebnisbades. Auch im Freibad Niederelsungen sei die Saison so schlecht gelaufen wie seit zwei Jahrzehnten nicht. Mit nicht mal 12.000 Besuchern kamen etwa 7000 Gäste weniger ins Erlebnisbad, als im Schnitt der vergangenen Jahre (circa 19.000). In Niederelsungen waren es etwa 2500 Gäste, sonst seien es in schlechten Sommern um die 5000 gewesen.

„Bei uns ist die Saison sehr, sehr schlecht verlaufen. Wir hatten im August zwei Tage auf“, sagt Carola Göhlich, Vorsitzende des Fördervereins vom Freibad in Sand/Merxhausen. Im gesamten Sommer seien rund 10.000 Badegäste ins Freibad gekommen - 5000 weniger als im vergangenen Jahr.

Auch im Habichtswald fehlten Besucher, sagt Alexander Großmann, Betriebsleiter des Freibades in Ehlen. Eine Abschlussbilanz gebe es noch nicht, im August kamen maximal 621 Gäste an einem Tag.

Die Besucherzahl des Waldschwimmbades Balhorn hat sich von 8700 Besuchern im vergangenen Jahr auf nun 4300 Besucher halbiert. „Wir sind in unserer Existenz bedroht“, sagt Ralf Bräutigam, Vorsitzender des Schwimmbadvereins, der das Bad zum ersten Mal komplett betreibt. Auch der AquArena in Naumburg fehlen in diesem Jahr 8000 Besucher. „Es waren insgesamt 10 685 Badegäste“, sagt Hauptamtsleiter Thomas Fingerling.

20 Prozent weniger Besucher waren es in Zierenberg, so Werner Both, beim städtischen Bauamt zuständig für das Freibad. 3800 Besucher fehlten im Vergleich zum vergangenen Jahr.

Quelle: HNA

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