Großbaustelle ist im Endspurt

Millionen für Kanäle

Da geht es hin das Geld: Im Kapellenmüllerweg in Spangenberg sind zurzeit die Straßenbauarbeiter dabei, die Fahrbahn wieder schön zu machen. Zuvor wurden Kanal- und Wasserleitungen verlegt. Foto: Brückmann

Spangenberg/Elbersdorf. Viel Geld investiert die Stadt Spangenberg zurzeit in den Bau von Kanalleitungen, das Verlegen von Wasserrohren und die Wiederherstellung der aufgerissenen Straßen. 1,6 Millionen Euro Steuergeld werden allein die neuen Kanäle kosten.

Dafür werden einige Anlieger des Kapellenmüllerweges froh darüber sein, dass ihre Keller bei heftigem Regen nicht mehr mit Schmutzwasser volllaufen, das sich aus den Kanälen zurückstaut. Denn im Zuge der Bauarbeiten wurde in ihrer Straße vom Mischsystem auf ein Trennsystem im Kanal umgestellt, indem ein eigener Schmutzwasserkanal verlegt wurde. Das berichtete Jörg Emilius, der als städtischer Bauamtsleiter ein Auge auf die Ausführung der vergebenen Arbeiten hat.

Die laufen seit Mitte August im Kapellenmüllerweg und kosten für diesen Bauabschnitt etwa 150 000 Euro. Im Stadtteil Elbersdorf sind die Bauarbeiter mit ihren Maschinen bereits seit Mitte 2009 intensiv zugange, in Teilbereichen wurde laut Emilius sogar schon im Jahr 2008 gebaut.

Eine Etappe ist geschafft

In der Rosenstraße und im Steinweg sind sie fast fertig, und auch das neue Regenrückhaltesystem am ehemaligen Feuerwehrgerätehaus an der Rosenstraße ist vollendet. Es ersetzt das Regenüberlaufbecken an der Linde, aus dem zu viel Wasser in die Esse abgeschlagen wurde, wenn es heftig regnete. Der Neubau dieses Großbauwerks kostete etwa 250 000 Euro.

Für die Verlegung der Wasserleitungen gab die Stadt 70 000 Euro aus. Doch das ist noch längst nicht alles: Noch im September soll die Ausschreibung für weitere Tiefbauarbeiten in Elbersdorf auf den Weg gebracht werden. Dort plant die Stadt Spangenberg, in der Kreisstraße Wasser- und Kanalleitungen neu zu verlegen. Doch dieses Projekt musste mit dem Schwalm-Eder-Kreis abgestimmt werden. Der aber musste erst einmal in seine Kasse gucken, wann das Projekt verwirklicht werden kann.

Deshalb verzögerte sich das schon lange geplante Projekt im Oberdorf und in der Brückenstraße. Jetzt will die Stadt zunächst die unterirdischen Arbeiten erledigen lassen, danach richtet der Kreis die Straße her, die in ziemlich schlechtem Zustand ist. Gehwege, Bushaltestelle und Straßenbeleuchtung sind dann wieder Sache der Stadt Spangenberg. Diese hat für das Projekt 330 000 Euro im städtischen Etat eingeplant. Immerhin erwartet sie dafür einen Zuschuss aus Wiesbaden in Höhe von 196 000 Euro.

Zuschuss vom Land

„Fürs Wasser kriegen wir nichts mehr“, bedauert Emilius, freut sich aber immerhin über ein zinsgünstiges Darlehen und 27,5 Prozent Zuschuss zu den Kanalbauarbeiten aus einem Sofortprogramm des Landes. Das unterstützt die Gemeinden, die strengen Auflagen der Europäischen Union bei der Abwasserbeseitigung umzusetzen.

Je nachdem, wie der Winter sich anlässt, soll mit dem Projekt noch in diesem Jahr begonnen werden – und gearbeitet werden so lange es die Witterung zulässt. (and)

Quelle: HNA

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