Interkommunales Industriegebiet 

Millionen Teile im Miniformat: Neues VW-Verpackungslager in Fritzlar

Schneller und effizienter sollen VW-Kunden ab diesem Jahr ihre Teile bekommen – das war das Ziel beim Bau des „Idealen Verpackungslagers“ von VW im Interkommunalen Industriegebiet Fritzlar-Nord, das offiziell eröffnet wurde.

Uns haben die Projektentwickler der Hellmann Investment GmbH aus Düsseldorf vor Ort erklärt, wie Millionen kleine Teile verpackt werden und warum die Hallen absolut einzigartig sind – in Zahlen.

28 Maschinen sorgen dafür, dass die Einzelteile in Windeseile für den Kunden verpackt werden. „Dazu gehören unter anderem Seitenschweißer, Beutelpacker, Vertikalkartonierer und Kartonaufrichter“, erklärt Peter Zitzlsperger von der Runtime Packaging GmbH, dem Betreiber des neuen Lagers. Das Herzstück dabei sei die Mehrkopfwaage. Diese ist in der Lage, schnell ein festgelegtes Zielgewicht in ein Behältnis zu füllen.

35 Millionen Euro habe das Verpackungslager insgesamt etwa gekostet, sagt Jens Höcker, Geschäftsführer des Projektentwicklers der Hellmann Investment GmbH. „Eine große Investition, die sich aber auszahlt.“ Was die Schnelligkeit und die Effizienz angeht, sei das neue Lager einzigartig.

55 Lkw fahren das Verpackungslager täglich an. Bislang biegen sie an der Tierarztpraxis ins Interkommunale Industriegebiet ein. Erhöhtes Verkehrsaufkommen an der Range-Kreuzung soll dadurch vermieden werden. „Mit viel Lärm ist auf diesem Wege nicht zu rechnen“, betont Höcker. Mittelfristig soll eine Querspange entstehen, über die die Lastwagen das Industriegebiet von der Autobahn aus ansteuern können. „Ausreichend Schilder weisen die Fahrer daraufhin, wo sie herfahren dürfen“, so Höcker.

90 Gäste waren zu der offiziellen Eröffnung eingeladen. Neben Jens Höcker erklärte ihnen auch Dr. Claus Wriebe, Leiter Volkswagen Depot Kassel, das Ziel des Verpackungslagers. Auch der Fritzlarer Bürgermeister Hartmut Spogat, der Bad Wildunger Bürgermeister Ralf Gutheil und der Edertaler Bürgermeister Klaus Gier – ihre Kommunen beteiligen sich am Interkommunalen Industriegebiet – waren dort.

92 Millionen Kleinteile pro Jahr landen im VW-Verpackungslager. Sowohl Schrauben im Miniformat als auch kleine Plastikteile, die an unzähligen Stellen in einem Auto verbaut sind, werden in angeforderten Mengen verpackt. 60 000 Materialnummern, also unterschiedliche Sorten, gibt es dort insgesamt.

170 Mitarbeiter sind derzeit im Zwei-Schicht-Betrieb im Einsatz. Insgesamt sollen durch das neue Lager rund 240 neue Arbeitsplätze geschaffen werden. Der Betrieb laufe voraussichtlich Ende April auf Hochtouren, sagt Höcker – dann in drei Schichten.

650 Behälter, in denen die unterschiedlich verpackten Mengen wieder weiter transportiert werden, verlassen am Tag das Lager. Die Lkw steuern die Kunden so schnell wie möglich an.

48 600 Quadratmeter umfasst die Fläche, auf der das Verpackungslager errichtet wurde. Diese teilt sich in unterschiedliche Bereiche. Laut Höcker startet der typische Ablauf immer in der Kalthalle. „Dort kommen die Lkw mit ihren Lieferungen an.“ Von da werden die Behälter mit den unterschiedlichen Autobauteilen mithilfe von Gabelstaplern in die nächste Halle gebracht und in Regalen verstaut.

In einer weiteren Halle lagern haufenweise Verpackungsmaterialien. Das Herzstück des Betriebes befindet sich in einer weiteren Halle. Dort werden die Teile mithilfe der vielen Maschinen für den Kunden genau passend verpackt.

Neues VW-Verpackungslager in Fritzlar hat eröffnet 

Quelle: HNA

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