Spiel 77: 21 Mitglieder einer Tippgemeinschaft räumen 1,575 Millionen Euro ab

Millionengewinn in Breuna

Glückspilz: Der Volkmarser Gerd Lauhof, hier mit einer Kopie des Lottoscheins und der Gewinnquote von 1,575 Millionen Euro, ist im Kreis der 21 Mitspieler der Breunaer Toto-Tippgemeinschaft Hohmann einziges Mitglied, das seit Beginn 1988 der Tippgemeinschaft angehört. Foto: zih

Breuna. Seit 23 Jahren tippen sie, jetzt war ihnen das Glück hold. 21 Mitglieder einer Toto-Tippgemeinschaft knackten den auf 1,575 Millionen angewachsenen Jackpot im Lotto-Zusatzspiel 77.

Unter den an diesem Spieltag bundesweit 82 Millionen abgegebenen Lottoscheinen hatten nur die Breunaer den mit der gezogenen Gewinnzahl 5466991. Im Klartext: Jeder der 21 Mitspieler ist jetzt um 75 000 Euro reicher. Bei diesem Millionengewinn hatte neben dem Glück auch der Zufall seine Hand im Spiel. Denn die im Februar 1988 mit zehn Mann bei „Olli“, wie die Gaststätte Wiegand allgemein nur genannt wird, gegründete Tippgemeinschaft spielt eigentlich nur während der Bundesliga-Fußballpunktrunde - und eigentlich nur Toto. Irgendwann kam bei den Totospielern der Gedanke auf, in der fußballfreien Zeit Lotto zu spielen. Was auch in die Tat umgesetzt und nun belohnt wurde.

Die Tippgemeinschaft war zwischenzeitlich mal auf 29 Mitglieder angewachsen, durch Tod beziehungsweise Austritt blieben 21 übrig. Einziges noch verbliebenes Gründungsmitglied ist Gerd Lauhof aus dem benachbarten Volkmarsen. Zwei Mitspieler der ersten Stunde warfen wegen bisheriger Erfolgslosigkeit erst vor wenigen Monaten das Handtuch. Einer davon, ein Breunaer Handwerksmeister: „Natürlich könnte ich mich jetzt vor Wut in den Hintern beißen. Aber so ist nun einmal das Leben.“

Durch den jetzigen Hauptgewinn geriet die Geburtstagsfeier des Sohnes eines Mitspielers ungewollt aus den Fugen. Er wollte nämlich dafür in der örtlichen Lotto-Annahmestelle von Angela und Peter Cöster Brötchen für das Kinderfest holen. Beim Bezahlen entdeckte er den Lottoschein in seinem Portmonee, ließ nachschauen, ob er gewonnen hatte. Auf dem Display leuchtete auf, dass es ein Gewinn über 5000 Euro ist, der nicht ausgezahlt werden könne.

Die in der Annahmestelle schon aushängenden Gewinnzahlen wurden verglichen, die stimmten jedoch hinten und vorne nicht. Großes Rätselraten, doch dann wurde man beim mit angekreuzten Spiel 77 fündig, dessen Quoten auch schon vorlagen.

Die Kindergeburtstagsfeier war nur noch Nebensache, der Scheininhaber trommelte telefonisch alle weiteren 20 Mitspieler zusammen, die in Cösters „Säule 11“ bis weit nach Mitternacht ihren aufgeteilten Millionengewinn ausgiebig feierten. (zih)

Quelle: HNA

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare