Minister: Finanzämter bleiben, wo sie sind

Überblick verschafft: Der Hessische Finanzminister Dr. Thomas Schäfer, hinten, mit Dr. Anke Klose, stellvertretende Finanzamtschefin, und vorne von links Heiko Fischer, Mitarbeiter der Finanzservicestelle, und Behördenleiter Armin Naumann. Foto: Dewert

Schwalm-Eder. Die drei Finanzamtsstandorte im Schwalm-Eder-Kreis bleiben erhalten. Hessens Finanzminister Dr. Thomas Schäfer (CDU) erneuerte dieses Versprechen seines Vorgängers Karlheinz Weimar.

Im Landkreis hatte es Gerüchte gegeben, dass die Standorte in Homberg zusammengefasst werden könnten. Die Homberger SPD hatte vergangenes Jahr den Antrag gestellt, einen möglichen Zusammenschluss prüfen zu lassen.

„Wir wollen bürgernah bleiben. Zu den Aufgaben der Finanzämter gehört es, die Menschen zu beraten und zu betreuen“, sagte Schäfer am Montag in der Hauptstelle in Fritzlar. Die verbindliche Standortzusage könne er treffen, da die Strukturreform von Behördenstandorten abgeschlossen sei.

Mit einer Ahlen Wurst im Gepäck machte sich der oberste Finanzchef nach seinem Besuch in Fritzlar auf den Weg nach Bad Hersfeld. Dort fand im Anschluss eine Kabinettssitzung statt. Die Regierungsmitglieder hatten die Gelegenheit genutzt, Behörden und Institutionen in Nordhessen zu besuchen.

Auch die Arbeitsplätze seien sicher, sagte Armin Naumann, Finanzamtschef. Derzeit arbeiten in Fritzlar 125, in Melsungen 40 und in der Schwalm 42 Mitarbeiter. Es sei sogar eine Aufstockung möglich, ergänzte er. Die Mitarbeiter übernähmen neuerdings nicht nur die Arbeit in den Finanzservicestellen, sondern auch an den Telefonen der Servicerufnummern.

Auszubildende im Finanzamt

Im Finanzamt Schwalm-Eder werde richtig gute Arbeit geleistet, lobte Schäfer während seines Antrittsbesuchs. „Mein Eindruck deckt sich mit den Informationen, die ich sonst nur aus zweiter Hand erhalte“, sagte der Minister. Auch wenn Finanzämter von außen betrachtet meist nur als reine Verwaltungsstellen wahrgenommen würden, gebe es interne Qualitätskontrollen. Relevant sei zum Beispiel die Zeit, in der Anträge bearbeitet werden und wie die Zusammenarbeit mit den Kunden funktioniere.

Finanzämter sind sogar attraktiv. Jedenfalls als Ausbildungsstelle. Sieben Beamtenanwärter für den gehobenen Dienst gibt es derzeit. Im Sommer sollen acht weitere für eine mittlere Laufbahn folgen, sagte Dr. Anke Klose, stellvertretende Leiterin der Finanzbehörde Schwalm-Eder.

Die finanzielle Situation vieler Städte und Gemeinden im Landkreis ist bedrohlich. Schäfer bestätigte, dass noch in diesem Frühjahr erste Vorschläge zur Umstrukturierung des kommunalen Finanzausgleichs vorgelegt werden sollen. Mediatoren erarbeiteten derzeit Vorschläge, wie in Hessen das Geld künftig so an die Städte und Gemeinden verteilt werden könne, dass es kein so großes Ungleichgewicht mehr gebe.

Quelle: HNA

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