Einsatz in Kassel und Wolfhagen

Nach Großrazzia der Polizei: Wohnung in Wolfhagen durchsucht – „Mit mir hat das gar nichts zu tun“

Untersuchung der Polizei am Mittwoch galt nicht ihm: Rrezart Brahimi, Geschäftsmann aus Wolfhagen, vor seinem Geschäfts- und Wohnhaus an der Schützeberger Straße. Die Beamten hatten dort eine Wohnung kontrolliert, die Brahimi nicht selbst nutzt, sondern vermietet hat.
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Untersuchung der Polizei am Mittwoch galt nicht ihm: Rrezart Brahimi, Geschäftsmann aus Wolfhagen, vor seinem Geschäfts- und Wohnhaus an der Schützeberger Straße. Die Beamten hatten dort eine Wohnung kontrolliert, die Brahimi nicht selbst nutzt, sondern vermietet hat.

Die Polizei hat Mitte der Woche mehrere Objekte in Wolfhagen und Kassel durchsucht, auch eine Wohnung, die ein Unternehmer aus Wolfhagen vermietet hat.

Wolfhagen – Hinter Rrezart Brahimi liegt eine schlaflose Nacht. Dem Geschäftsmann aus Wolfhagen gehört das Gebäude an der Schützeberger Straße in Wolfhagen, zu dem sich Beamte von Bundespolizei und Bundeszollverwaltung am Mittwochmorgen Zugang verschafften. Die Sorge des 24-Jährigen, dessen Mobiltelefon nun nicht mehr still steht: Viele Menschen glaubten, die Polizisten seien seinetwegen nach Wolfhagen gekommen.

„Mit mir hat das gar nichts zu tun. Die Untersuchung galt weder mir privat, noch einer meiner Firmen. Die Polizei war nicht in meiner Wohnung und nicht in meinen Geschäftsräumen“, sagt Brahimi und verweist auf einen richterlichen Durchsuchungsbeschluss des Amtsgerichtes Kassel, der ihm schriftlich vorliegt und den er zu seiner Entlastung auch der HNA zeigte. Sein Name taucht in dem Beschluss nicht auf. Das bestätigt auch Yvonne Ceh, stellvertretende Sprecherin der Staatsanwaltschaft Kassel: „Die Überprüfung richtete sich nicht gegen Herrn Brahimi.“

Großeinsatz der Polizei gegen Schwarzarbeit: Drei Personen aus Wolfhagen im Fokus

Er, so Brahimi, habe lediglich an eine der im Beschluss genannten Personen, denen unter anderem die Einschleusung ausländischer Personen vorgeworfen wird, eine Wohnung vermietet. Diese Wohnung sei von den Polizisten kontrolliert worden, nur deshalb hätten sie seine Immobilie betreten und mit mehreren Einsatzfahrzeugen auf seinem Grundstück geparkt. Es habe Untersuchungen weiterer Räume in Wolfhagen gegeben, etwa an der Ludwig-Uhland-Straße, der Friedrichstraße und der Uslarstraße. Offenbar standen bei den Einsätzen Dienstagnacht und Mittwochvormittag in Wolfhagen und Kassel drei Personen aus Wolfhagen im Fokus, die im Bereich der Paketzustellung tätig sind. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft in Kassel sei im Zuge der Überprüfungen Beweismaterial gesichert, aber niemand festgenommen worden.

„Ich habe noch nie eine Anzeige bekommen, war noch nie vor Gericht“, sagt Brahimi, der in Wolfhagen geboren und aufgewachsen ist. Mit 18 Jahren habe er sich selbstständig gemacht, durch harte Arbeit habe er sich etwas aufgebaut. Heute ist er Geschäftsführer dreier Firmen, der Brahimi-Gebäudeservice GmbH & Co.KG, der ART-Transport GmbH & Co.KG und der ALB Personaldienste GmbH. Insgesamt habe er fast 60 Mitarbeiter. Zu seinen Kunden zählten unter anderem die Polizei, die Stadtverwaltung und die Stadtwerke in Wolfhagen. Für alle drei sei er im Bereich der Gebäudereinigung tätig.

Seine Mitarbeiter seien alle sozialversichert, er zahle wie jeder andere auch seine Steuern. Rrezart Brahimi hofft nun, dass sich die Aufregung um ihn wieder legt. (Antje Thon)

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