Stadt ist das Problem neu

Mit dem Rollator durchgefahren: Melsungerin ärgert sich über Hundehaufen

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Verärgert über die Hinterlassenschaften der Hunde: Toni Horn (77) ist erst neulich mit ihrem Rollator in eine solche Tretmine gefahren. 

Melsungen. Toni Horn stinkt es gewaltig: Als sie neulich auf dem Melsunger Wochenmarkt einkaufen war, fuhr sie vor dem Rathaus mit ihrem Rollator mitten durch einen Haufen Hundekot.

„Es waren so viele Leute unterwegs, dass ich gar nicht dauernd auf den Boden vor mir schauen konnte“, sagt die 77-Jährige. Besonders ärgerlich: Die Melsungerin hatte anschließend noch einen Termin zur Lymphdrainage. Dort musste sie natürlich mit dem stinkenden Rollator hin. „Das kriegt man ja auch gar nicht richtig ab, wenn man die Räder nicht richtig unter fließendem Wasser sauber machen kann“, sagt Toni Horn.

Erst einige Tage vor dem Vorfall sei ihr dasselbe an der Kasseler Straße passiert. „Eigentlich ist es in der Innenstadt ja wirklich sauber“, sagt sie. Aber ihr fiele Hundekot auf den Wegen derzeit vermehrt auf. „Und der gehört dort einfach nicht hin.“ Sie fragt sich, warum es in der Innenstadt keinen Spender mit Kotbeuteln gibt. Die gebe es schließlich auch am Fulda-Ufer.

„Das Problem mit dem Hundekot ist mir neu“, sagt Ordnungsamtsleiter Roland Schmidt. Die Fußgängerzone und der Marktplatz gehörten bei den Kontrollgängen der Ordnungspolizisten mit zur Tour. „Wenn der Hundebesitzer nicht auf frischer Tat ertappt wird, dann wird derjenige darauf aufmerksam gemacht, der die Straßenreinigungspflicht hat“, sagt Schmidt. An der Kasseler Straße seien das die jeweiligen Haus- und Geschäftseigentümer. Auf dem Marktplatz vor dem Rathaus sei die Stadt für die Reinigung zuständig.

Direkt in der Innenstadt gebe es bisher keinen Spender mit Hundekotbeuteln, bestätigt Gerald Zöller vom Bauamt. „Wir haben dort Spender eingerichtet, wo wir Bedarf gesehen haben und das ist insbesondere an der Fulda, weil dort viele mit ihren Hunden spazieren gehen.“ Beutel gibt es aber in der Nähe der Fußgängerzone: zum Beispiel an der Kreuzung Am Bitzen/Tränkelücke und am Café Krone. „Aber wir gehen auch auf Anregungen der Einwohner ein und prüfen dann, ob an der Stelle die Aufstellung eines Spenders sinnvoll ist.“ 

Man könne beispielsweise einen Brief ans Rathaus schicken oder eine E-Mail (lokale.agenda@melsungen.de) und Wünsche für weitere Standorte äußern.

Quelle: HNA

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