Etappe vom Baltikum nach Finnland 

Mit dem Wohnmobil zum Nordkap: Melsungerin und Spangenbergerin berichten aus Finnland

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Berliner Bären in Riga: Laura Engler aus Melsungen ließ sich von ihrer Freundin in der lettischen Hauptstadt Riga mit zwei Berliner Bären fotografieren.

Spangenberg/Melsungen. Eine Spangenbergerin und eine Melsungerin sind nach ihrem Abitur mit einem Wohnmobil zum Nordkap aufgebrochen. Mit Berichten nehmen sie die HNA-Leser mit auf ihre Reise. Heute geht’s um ihre Tour durchs Baltikum nach Finnland.

Laura Engler, 19, aus Melsungen und Alina Diehl, 19, aus Spangenberg fahren mit dem Wohnmobil zum Nordkap. Sie sind vier Monate unterwegs und werden Reiseberichte während der Tour schreiben, die wir veröffentlichen.

Einen heißen Nachmittag verbrachten wir am Strand bei Klaipeda in Litauen und konnten unseren Augen kaum trauen. Ein Handtuch drängte sich ans nächste und wir sahen den Strand vor lauter Menschen nicht. Das war aber kein Wunder: Der kilometerlange, feine Sandstrand und die ruhige, warme Ostsee stellten das perfekte Ausflugsziel für Familien dar. Weil das nicht unserer Vorstellung von Ruhe und Einsamkeit entsprach, buchten wir unsere Fähre nach Finnland auf eine frühere Überfahrt um.

Uns blieben für die baltischen Länder noch knapp zwei Wochen, was unseren Zeitplan etwas straffte. Ein Höhepunkt war die lettische Hauptstadt Riga. Über die Schönheit der vielen Jugendstilfassaden staunten wir.

In der Altstadt wurden wir von alten Bekannten begrüßt: Vor uns standen bunt bemalte Berliner Bären. Die über 140 Bären wurden von Künstlern aus anerkannten UN-Staaten gestaltet und symbolisieren den Traum einer friedlichen Welt und Zukunft. Nach ihrer Welttournee erreichten sie ihr neues Zuhause in Riga. Hierbei handelt es sich um ein Geschenk der Bundesrepublik Deutschland an Bürger Lettlands zum 100. Jubiläum der Staatsgründung. Eine wirklich tolle Aktion.

Anschließend ging es weiter nach Estland. Mithilfe unserer App fanden wir einen Stellplatz am Meer im Süden des Landes. Weil er uns vor Ort nicht zusagte, verbrachten wir die Nacht auf einem Parkplatz am Rande einer Ortschaft.

Dann kam ein finnisches Ehepaar auf uns zu und bot uns an, im riesigen Garten ihres Sommerhauses zu bleiben. Wir nahmen das tolle Angebot dankend an und waren überwältigt, als wir den Garten betraten. Es führte ein Weg zu einem kleinen, hauseigenen Strand, wo wir die Stille und einen atemberaubenden Sonnenuntergang genießen konnten. Die nächsten zwei Wochen verbrachten wir an der finnischen Westküste.

Nachdem wir im Baltikum einige größere Städte erkundeten und von Tallinn in der nächsten Großstadt, Helsinki, landeten, stellten wir fest, wie sehr wir uns danach sehnten, den Trubel der Städte hinter uns zu lassen. Zu den Aktivitäten der folgenden Tage zählte somit die weiten Wälder Finnlands zu entdecken und die dort herrschende Ruhe auf ausgedehnten Spaziergängen zu genießen.

Wie erhofft, war nun auch das Freistehen mit unserem Wohnmobil, dank des hier herrschenden Jedermannsrechtes, ohne Probleme umzusetzen. Weiter ging es dann nach Rovaniemi, das Tor Lapplands. Drei Wochen werden wir im Norden Finnlands zwischen Rentieren verbringen.

Von Alina Diehl und Laura Engler

Lesen Sie dazu: Reisebericht: Zwei Frauen reisen mit dem Wohnmobil zum Nordkap

Quelle: HNA

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