Obergrenzebacher beim Dreh in Köln

Mit Wurstkessel im ZDF: Tobias Lindenthal nimmt an Sendung "Bares für Rares" teil

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Zeigt mit dem Finger auf ein Foto des Wurstkessels: Tobias Lindenthal verkaufte die Rarität in der Sendung Bares für Rares. Mit auf dem Foto sind seine Lebensgefährtin Juliane Orth und die gemeinsame Tochter Nora – das erworbene Geld kam in ihre Spardose. 

Obergrenzebach. Mit einem alten Wurstkessel hat sich Tobias Lindenthal bei der ZDF Trödel-Show Bares für Rares beworben. „Das war eine Schnapsidee“, erzählt der 35-jährige Obergrenzebacher. 

Monatelang erhielt er keine Rückmeldung auf seine Bewerbung. Als er schon gar nicht mehr damit rechnete, rief ihn dann aber ein Redakteur der Sendung an. Jetzt war Lindenthal zur Aufzeichnung in den Studios in Köln. Sein Auftritt wird am 21. April zwischen 15 und 16 Uhr ausgestrahlt.

Doch zurück auf Anfang: Lindenthal fand den Wurstkessel in einem Keller während des Entrümpeln eines Hauses, das er zuvor gekauft hatte. „Der Kessel war von Anfang an ein Hingucker und zu Schade für den Schrott.“

Der 35-Jährige kontaktierte Konrad Nachtwey vom Museum der Schwalm, um seinen Verdacht bestätigen zu lassen: Beim Fund handelte es sich um einen Wurstkessel aus den Jahren zwischen 1890 und 1900, mit dem Wurst gebrüht und Konfitüre gemacht wurde. Weil bei Ebay-Kleinanzeigen niemand auf sein Angebot reagierte, kam er auf die Idee, sich bei Bares für Rares zu bewerben. Seine Freundin Juliane Orth zeigte ihm einen Vogel, als er ihr von dem Vorhaben erzählte. „Ich dachte, er scherzt“, sagt sie und lacht.

Lindenthal wurde zur Aufzeichnung nach Köln eingeladen, nachdem er alle Fragen zu seiner Rarität beantwortet und weitere Bilder gesendet hatte. Die Sendungsleitung gab ihr Einverständnis.

Gedreht wurde in Etappen, zwischendurch gab es kleine Wartezeiten. Diese verbrachte Lindenthal mit seiner Freundin, die mit gekommen war.

Mit Pick-up ins Set gefahren

Zuerst wurde die Ankunft des 35-Jährigen gefilmt. Mit seinem Pick-Up musste er rückwärts ins Set fahren. „Vier oder fünf Mal haben wir den Wurstkessel hoch und runter genommen bis die Einstellungen alle im Kasten waren.“ Auf dem Programm stand auch die Aufnahme mit Moderator Horst Lichter und dem Experten Detlef Kümmel. Der schätzte den Wert des Kessels auf etwa 200 Euro.

Während die Kamera lief, tänzelte Lindenthal vor Aufregung Richtung Moderator. Die Aufnahme wurde unterbrochen. „Da kam ein dummer Spruch von Horst Lichter: „Rück mir nicht so auf die Pelle“, erzählt Lindenthal mit einem Lachen. Die Stimmung am Set sei locker gewesen.

Danach ging es an den Tisch der fünf Händler. „Vorher habe ich die Leute um mich ganz frech gefragt, ob schon fest steht, wer einen Kessel kauft“, sagt Lindenthal. Dem sei aber nicht so gewesen.

Seinen Wurstkessel verkaufte er für 180 Euro. Geboten waren erst 160. „Ich habe gepokert und erwähnt, dass das Geld für die Spardose meiner Tochter ist.“ Prompt wurden 180 Euro draus.

Dreh war von Aufregung begleitet 

Als Tobias Lindenthal von seinem Tag am Set von Bares für Rares erzählt, lacht er viel. „Es war eine tolle Erfahrung.“ Er sei allein aus Spaß nach Köln gefahren. Dass er jetzt auch noch 180 Euro für die Spardose seiner Tochter mit nach Hause gebracht hat, freut ihn und seine Freundin sehr. „Ich wäre aber auch mit 50 Euro wieder heimgefahren.“ Lindenthal ist ein großer Fan der Sendung. „Ich gucke das gern“, erzählt er. Jetzt stecke noch eine andere Begeisterung dahinter, weil er die Hintergründe kenne. Der 35-Jährige drehte an einem Tag von 10 bis 13.30 Uhr. Währenddessen war der Obergrenzebacher aufgeregt, mit jeder Szene sei das weniger geworden. Überrascht war Lindenthal vom Set. „Die Leute waren locker und nett. Gedreht wurde vor schönen Wänden, dahinter war auch viel Chaos“, berichtet er.

Quelle: HNA

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