Arbeitgeber haben Schwierigkeiten, Stellen zu besetzen

Mitarbeiter finden wird immer aufwändiger

Schwalm-Eder. Über 700 freie Arbeitsplätze waren für den gesamten Schwalm-Eder-Kreis Ende November beim Arbeitsamt gemeldet. Theoretisch könnten also 700 der 4500 Arbeitslosen wieder einen Job finden. Doch Arbeitgeber suchen oft lange oder gar vergeblich nach einem passenden Mitarbeiter.

Der Kindermöbelhersteller Ehring in Homberg beispielsweise spürt seit einigen Monaten deutlich, dass weniger Schreiner zu bekommen sind. Vor allem solche, die bereit sind, bundesweit auf Montage zu fahren und ein paar Tage nicht zu Hause schlafen zu können und obendrein auch noch schwere Lastwagen fahren dürfen.

Dabei rangieren Tischler in der Hitliste der freien Stellen beim Arbeitsamt nicht einmal ganz oben. Gesucht wird vor allem im Dienstleistungsbereich (150 Stellen) und hierunter 92 Leiharbeiter von Zeitarbeitsfirmen.

Der zweite große Bereich mit Mangel an Arbeitskräften ist laut Arbeitsagentur Kassel „Gesundheit und Soziales“. Von 107 offenen Stellen entfallen 55 auf Alten- und Pflegeheime. Die Arbeiterwohlfahrt Nordhessen sucht ständig Altenpfleger und Helfer für ihre Häuser, hat es aber geschafft, bisher zeitnah offene Stellen zu besetzen, sagt Geschäftsführer Michael Schmidt. Aber der Aufwand sei größer geworden: mehr Inserate, mehr Öffentlichkeitsarbeit. Und er betont: „Ob als Brief, per E-Mail oder über die Homepage, wir nehmen jede Bewerbung ernst.“

Den suchenden Firmen helfen am besten Eigeninitative und eine langfristige Personalplanung. So setzt auch das Melsunger Medizintechnikunternehmen B. Braun auf den selbst ausgebildeten Nachwuchs, offeriert aber auch freie Stellen auf der Homepage und bedient sich der zahlreichen Jobbörsen im Internet, geht gezielt an Hochschulen und schaltet Anzeigen.

Quelle: HNA

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare