Naumburger Kernstadt und Altendorf im Dorferneuerungsprogramm

Mitmachen ist angesagt

Freude im Park: Minister Dieter Posch, Altendorfs Ortsvorsteher Hardy Griesel, Bürgermeister Stefan Hable, Landrat Uwe Schmidt, Naumburgs Ortsvorsteher Berthold Jacobi und Stadtverordnetenvorsteher Mike Gerhold (von links) nach der Übergabe des Anerkennungsbescheids. Foto:  Norbert Müller

Naumburg. Doppelter Grund zur Freude in Naumburg: Hessens Wirtschaftsminister Dieter Posch überbrachte gestern den Anerkennungsbescheid für die Aufnahme der Naumburger Kernstadt und des Stadtteils Altendorf ins Dorferneuerungsprogramm und Landrat Uwe Schmidt die Förderzusage über 9926 Euro für die Errichtung eines Ecopfades Archäologie und Kultur.

„Das Dorferneuerungsprogramm ist das erfolgreichste Förderprogramm, das in Hessen jemals erfunden und umgesetzt worden ist“, sagt Minister Posch im Naumburger Haus des Gastes. Allerdings hänge der Erfolg in den einzelnen geförderten Orten ganz entscheidend von der Beteiligung der Bewohner ab. „Die Dorferneuerung ist ein Mitmachprogramm“, brachte es der Minister auf den Punkt. Mit Hilfe der über neun Jahre laufenden Förderung soll das bau- und kulturgeschichtliche Erbe der Orte bewahrt und sie zu Lebensräumen mit sicherer wirtschaftlicher Grundlage und hoher Lebensqualität weiterentwickelt werden.

Derzeit strukturiere man das Programm um, erläuterte Posch: Man wolle künftig ganze Gemeinden aufnehmen. Damit könne man sich besser auf die Anforderungen der Zukunft einstellen, dem demographischen Wandel begegnen.

Hervorragende Chance

Bürgermeister Stefan Hable wertete die Aufnahme in das Programm als hervorragende Chance für die Bewohner der Kernstadt und Altendorfs, ihre Orte „mit finanzieller Unterstützung des Landes weiterzuentwickeln, zu gestalten und damit auch zukunftsfähig zu machen.“ Das Dorferneuerungsprogramm fördert öffentliche und private Projekte.

Erfolgreich

Wie erfolgreich das Programm sein kann, zeige das Beispiel Elbenberg, sagte Landrat Uwe Schmidt. Dort seien in den vergangenen acht Jahren 22 kommunale und 45 private Projekte mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von rund 2,7 Millionen Euro verwirklicht worden.

Vor allem im Bereich der Sicherung von privaten Dienstleistungsangeboten müssten die Förderrichtlinien aber angepasst werden. Schmidt: „Wir stellen immer wieder fest, dass in der Gastronomie keine Investitionen mehr stattfinden“, weil die zu erfüllenden Auflagen für den Brandschutz die Betriebe „in die Knie zwingen“. Auch beim Erhalt von Hausarztpraxen auf dem Land gebe es wenig Spielraum.

Geschichtlicher Wanderweg

Die Attraktivität Naumburgs soll auch der Ecopfad Archäologie steigern, für den Schmidt die Förderzusage über 9926 Euro überbrachte. Der neue Wanderweg behandelt die Geschichte der Naumburg, der Wüstung und Kirchstelle Immenhausen, der Weidelsburg, der Weingartenkapelle sowie der Stadtpfarrkirche und soll spätestens 2012 fertig sein. Die Gesamtkosten: rund 20 000 Euro.

Von Norbert Müller

Quelle: HNA

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