Mitreißender Liederabend mit dem Bürgergesangverein Naumburg

Als Sänger und Gastgeber top: Die Mitglieder des Bürgergesangvereins 1862 Naumburg unter Leitung von Waldemar Sheljaskow. Fotos: zhf

Naumburg. Für Klaus-Dieter Kaschlaw ist bei den Chören der Region noch längst nicht die Luft raus. „Sicher gibt es immer einmal Krisen zu überwinden, doch Sänger haben wir reichlich, lediglich die Bereitschaft zur Mitarbeit in den Vorständen fehlt häufig“, so der Vizepräsident des Mitteldeutschen Sängerbundes am Wochenende im Naumburger Haus des Gastes, wo er den Liederabend des örtlichen Bürgergesangvereins 1862 dafür nutzte, um für die Pflege des Liedguts und des Chorgesangs zu werben.

„Wir müssen Chormusik so gestalten, dass sie die Menschen anspricht, was nicht heißt, dass immer gleich Englisch gesungen werden muss.“

Wie sich das anhören kann, bewiesen sodann die Gastgeber mit einer gleichermaßen eigenwilligen wie faszinierenden Interpretation des Westernhagen-Klassikers „Freiheit“. Modern, peppig und dem Chorgesang angepasst, erreichte der Hit die Ohren und Herzen der Zuhörer ohne Umwege, und Dirigent Waldemar Sheljaskow musste sich gar nicht groß ins Zeug legen, um die Massen zum Mitsingen zu bewegen und so ein dickes Ausrufezeichen hinter das Motto des Liederabends zu setzen: „Singen macht Freude!“ Das trifft vor allem dann zu, wenn einen die Lieder einmal rund um den Globus und durch verschiedenste Genres führen, wie etwa bei den Männern und Frauen des Gemischten Chores Giflitz, die ihre Zuhörer nicht nur nach Amsterdam und Italien mitnahmen, sondern in die große „Bunte Welt“.

Der „Griechische Wein“ durfte ebenfalls nicht fehlen, ausgeschenkt von der Liedertafel Nothfelden, die mit ansteckender Sangesfreude unter Leitung von Simone Geiersbach dem großen Udo Jürgens gedachte.

Zeitgemäße Chorliteratur 

Gemischter Chor Oelshausen, Männergesangverein Wellen, Living Voices aus Bründersen, Viva la Musica aus Altenhasungen, die Naumburger Black Harmonists, Gesangverein Eintracht 1905 Altenhasungen und der F.S.K. Hoof - alle gemeinsam bewiesen eindrucksvoll, dass im Chorgesang die Zeit angestaubter Uralttitel längst vorbei ist, dank moderner, zeitgemäßer Chorliteratur ordentlich aufgepeppt wurde und so „Atemlos durch die Nacht“ führen kann, wie im vom F.S.K. Hoof unter Leitung von Waldemar Sheljaskow vorgetragenen Helene-Fischer-Hit. Da sangen dann noch einmal alle mit, auch Winfried Rabanus und Günther Schlossbauer, die eingangs für 30 und 40 Jahre aktives Singen ausgezeichnet wurden. Die Ehrung des ebenfalls seit drei Jahrzehnten aktiven Sängers Rainer Rabanus wird krankheitsbedingt nachgeholt.

Von Sascha Hoffmann

Quelle: HNA

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