60.000 Euro stehen zur Verfügung

Mittelalterliches Bauwerk wird saniert: Neues für den Treysaer Hexenturm

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Eine Spezialfirma für Denkmalpflege ist mit der Sanierung des mittelalterlichen Bauwerks beauftragt: Niclas Hucke (Steinmetz in Ausbildung) steht auf dem Gerüst um den Hexenturm und trägt marode Steine von der Zinnenkrone des Mauerwerks ab.

Schwalmstadt. Das Erscheinungsbild des historischen Hexenturms in Treysa wird momentan von einem Gerüst geprägt. Der mittelalterliche Turm wurde wahrscheinlich im 14. Jahrhundert erbaut und der Zahn der Zeit nagt an den alten Sandsteinen und dem Putz. 60 000 Euro werden nun in die Instandsetzung investiert.

Nachdem vor zwei Jahren aus Sicherheitsgründen ein Bauzaun um den Turm herum aufgestellt wurde, um Fußgänger vor herunterfallenden Putzstücken zu schützen, beginnt nun die Instandsetzung.

Die Stadt Schwalmstadt teilte mit, dass das Projekt durch das kommunale Investitionsprogramm (KIP) unterstützt wird. Fördermittel in Höhe von 40 000 Euro liegen vor. Die Ausführung der Instandsetzungsmaßnahmen wurde mit dem Landesamt für Denkmalpflege, der Unteren Denkmalschutzbehörde und dem Institut für Steinkonservierung abgestimmt. Ergebnis ist, dass der jetzige Zustand des Hexenturms mangelhaft ist und Instandsetzungsmaßnahmen erforderlich sind.

Für die Bauausführung des ersten Bauabschnittes stehen momentan insgesamt 60 000 Euro zur Verfügung. 40 000 Euro fließen aus dem kommunalen Investitionsprogramm (KIP) und 20 000 Euro sind städtische Haushaltsmittel.

Der Magistrat der Stadt Schwalmstadt hat eine Spezialfirma beauftragt, sich des historischen Bauwerks anzunehmen. Die Firma Denkmalpflege Mühlhausen arbeitet bereits vor Ort, nachdem das Gerüst vollständig aufgestellt wurde. Mit der Reinigung des Putzes und des Bruchsteinmauerwerks wurde begonnen: „Wir haben die Oberfläche mit Hochdruckreinigern behandelt, und kehren bröckeligen Putz von der Oberfläche ab. Weiterhin sind wir damit beschäftigt, lockere Steine aus dem oberen Bereich der Zinnenkrone zu entfernen und später neu einzumauern“, erklärt Steinmetz-Azubi Niclas Hucke der Denkmalpflege Mühlhausen.

Von einem Baugerüst umhüllt: Der historische Hexenturm in Treysa .

Nach der bisherigen Schadensfeststellung ist es erforderlich, dass die Mauerkrone mit vorhandenen Sandsteinen neu aufgemauert wird. Marode Putzstücke müssen von der Turmwand abgenommen werden, sodass der Turm anschließend einen neuen Unterputz bekommen kann.

Ergänzt werden kann dieser Unterputz später von einem neuen Oberputz. Dies muss zukünftig noch entschieden werden. Der neue Putz ist notwendig, um das historische Mauerwerk zu schützen, das im Laufe der Jahrhunderte unter Frost und Witterung gelitten hat.

Der Magistrat und die Denkmalpflege sind zum Entschluss gekommen, dass das gewählte Verfahren die beste und nachhaltigste Lösung sei.

Über weitere Maßnahmen, die über die jetzige Instandsetzung hinausgehen, müsse man in den nächsten Jahren diskutieren, so Bürgermeister Stefan Pinhard. Der Stadtgeschichtliche Arbeitskreis habe hierzu verschiedene Vorschläge und Ideen entwickelt. Weitere Baumaßnahmen hängen von der Finanzierung ab.

Die jetzigen Arbeiten am Hexenturm sollen bis Ende November dieses Jahres abgeschlossen werden, so der Bürgermeister.

Quelle: HNA

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