Video von der Premiere

300 Mitwirkende: Applaus und Jubel für das Musical Lux Aeterna in der Stadtkirche

Wolfhagen. Das Musical Lux Aeterna feierte am Freitagabend in der Wolfhager Stadtkirche Premiere. 300 Mitwirkende bereiteten dem Publikum einen emotionsreichen und kurzweiligen Abend, für den es viel Applaus gab.

Aktualisiert am 26.10., 13.30 Uhr

Am Ende fällt der transparente Vorhang und gibt den Blick in den Chorraum der Stadtkirche frei. Bis dahin diente er als Projektionsfläche für Fotos und Texte und markierte die Grenze zwischen dem menschlichen Handeln auf der Bühne und der Schöpfungsgeschichte, deren Darstellung hinter dem Vorhang immer unscharf, ungreifbar aber doch sichtbar und erfahrbar blieb.

Fotos von der Premiere

Das Musical Lux Aeterna feierte Premiere

Der Fall des Vorhangs vereinte die Handlungsebenen, sodass Jesus die Grenze überschreiten und von der Bühne aus die steile Treppe im Chorraum zum Licht erklimmen konnte. Neben dem Chor und den Musikern gewann nun auch dieses Licht an Schärfe: es ist das Abendmahlsfenster der Kirche – von Außenscheinwerfern angestrahlt stellte es noch einmal den Bezug zur Bühnenhandlung her, die in der Abendmahlszene endete.

Diese starken Bilder am Schluss verfehlten in der Premiere des Musicals „Lux Aeterna“ von Simone und Bernd Geiersbach ihre Wirkung nicht. Langer Applaus und Jubel für die Akteure und Standing Ovations für das Ehepaar Geiersbach gab es nach fast drei Stunden in der nicht ganz ausverkauften Stadtkirche am vergangenen Freitag.

Von einem Spagat zwischen Unterhaltung und dem Evangelium in modernen Bildern sprechen die Geiersbachs im Begleitheft: „Dass wir uns dabei auf einem sehr schmalen Grat bewegen, ist uns bewusst.“ Um bei dieser Gratwanderung nicht abzustürzen, hatten sich die Macher in Wolfhagen bestens abgesichert, zum Beispiel mit handwerklicher Qualität. Musikalisch, schauspielerisch und technisch passte alles hervorragend zusammen: wochenlange Proben haben das Team von 300 Mitwirkenden zu einem präzise abgestimmten Ensemble gemacht.

Ein weiteres Sicherungsseil war die abwechslungs- und kontrastreiche Inszenierung, die den gesamten Kirchenraum effektvoll mit inszenierte. Licht- und Projektionseffekte, Tänzerinnen und Sänger im Kirchenraum sowie die mobile Band garantierten laufend neue Sinneseindrücke. Musikstile wechselten, Gesprochenes folgte auf Schauspielszenen oder Chöre mit Soli, Schrilles auf Nachdenkliches.

Zusammen gehalten wurde all das schließlich vom strengen Aufbau des Musicals in seinen sieben Teilen mit wiederkehrenden musikalischen und inhaltlichen Elementen. Lux Aeterna lässt unterschiedliche Menschen und Lebenswege aufeinandertreffen, thematisiert dabei Nächstenliebe, Dankbarkeit, Geiz, Gier und Vergebung und bringt am Ende alle zusammen an einen Tisch.

Eine riesige Gemeinschaftsleistung, die aber unterhaltsam und leichtfüßig nicht nur über die Bühne sondern durch die ganze Kirche ging.

Von Markus Löschner

Quelle: HNA

Rubriklistenbild: © Bea Ricken

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