Mobilität ist größte Aufgabe

Jürgen Kreuzberg über die Seniorenarbeit im Kreis

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Schwalm-Eder. Mehr Personal im Pflegestützpunkt des Kreises, eine bessere Mobilität und wieder einen ärztlichen Notdienst in Homberg: Das fordert Jürgen Kreuzberg, Vorsitzender des Kreisseniorenbeirats.

Er setzt sich seit zehn Jahren im Seniorenbeirat für die ältere Generation in seiner Heimatstadt Homberg ein. „Der demografische Wandel wird unsere Arbeit verstärkt erforderlich machen“, ist sich Kreuzberg sicher. Mobilität

Vor allem die Mobilität sieht er als eine der größten Herausforderungen an. In vielen Gemeinden gebe es bereits Bürgerbusse, die die Senioren zu Hause abholen und zum Einkaufen, zum Arzt oder Behördengängen transportieren. Nicht überall sei das Angebot gleich.

Manche Kommunen bieten den Service täglich an, andere mehrmals in der Woche. Nötig sei es, das Angebot auf einen Nenner zu bringen, meint Kreuzberg. Es müssten Standards geschaffen werden.

Alle Busse sollten etwa Rollstuhlfahrer transportieren können. Der Landkreis wolle die Anschaffung solcher Busse unterstützen. Auch der Besuch von Fachärzten außerhalb der Kommunen müsse gewährleistet sein. Bislang dürften die Bürgerbusse lediglich Ziele innerhalb der Gemeindegrenzen anfahren.

Notdienst 

Anregungen für die Arbeit des Seniorenbeirates bekommt Kreuzberg in den Sitzungen. Alle Kommunen im Kreis sind Mitglied.

Thema sei immer wieder die notärztliche Versorgung. „Wir müssen dringend wieder einen Notdienst in Homberg haben“, sagt er. „Das können wir aber nur fordern“, sagt Landrat Winfried Becker dazu. Verantwortlich für die Umsetzung sei die kassenärztliche Vereinigung. Auch bei den Fachärzten sieht Kreuzberg Bedarf. Er habe angeregt, dass Fachärzte Sprechstunden in anderen Gemeinden anbieten. Bisher sei das leider ohne Erfolg geblieben. Pflegestützpunkt

Seniorenbeirats-Chef Jürgen Kreuzberg arbeitet eng mit dem Pflegestützpunkt Schwalm-Eder zusammen, der Menschen berät, die Angehörige pflegen oder selbst Pflege benötigen. Er sieht genauso wie der Landrat den steigenden Bedarf in dieser Einrichtung. Es müsse künftig mehr hauptamtliches Personal für die Beratung bereit gestellt werden, fordern beide.

Sicherheit

Wichtig findet Kreuzberg auch die Sicherheit der Senioren. Die Polizei informiert regelmäßig ehrenamtliche Mitarbeiter zu Themen wie Notruf oder zum Verhalten bei Trickbetrügern.

Demenz

Ein Schwerpunkt ist das Thema Demenz im Alter, zu dem es Fachvorträge gebe, sagt Kreuzberg. Aber auch für die Freizeit gibt es Ideen. Seniorengerechte Freizeitplätze mit Boulebahnen etwa könnten entstehen. (zty)

Quelle: HNA

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