Neue Leitstellensoftware im Schwalm-Eder-Kreis

Moderne Alarmierung: Retter nach Qualifikation und Ausrüstung angefordert

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Schwalm-Eder. Dank der neuen Leitstellensoftware Cobra 4 können Feuerwehren und Rettungsdienst im Schwalm-Eder-Kreis noch effektiver Hilfe leisten. Eigentlich war es das Ziel, mit der Umstellung des Systems auch endlich die neue Leistelle in Betrieb zu nehmen.

Dieses Vorhaben habe man aber noch einmal nach hinten verschieben müssen, sagt Kreisbrandinspektor (KBI) Torsten Hertel sichtlich verstimmt. Auch wenn die Alarmierung der Rettungskräfte funktioniere, so gebe es nach wie vor Probleme mit der vom Land Hessen beauftragten zusätzlichen Computersoftware, erklärt Hertel: „Bevor umgestellt wird, muss aber sichergestellt sein, dass alles zu einhundert Prozent läuft – es hängen ja Menschenleben davon ab.“ Aus diesem Grund habe sich der Landkreis entschlossen die alte Leitstelle soweit zu ertüchtigen, dass dort Cobra 4 funktioniert, sagt der KBI weiter. Durch eine komplett neue Struktur biete die Software viel mehr Möglichkeiten als der Vorgänger Cobra 3, ergänzt Uwe Wunsch, der beim Landkreis mit der Umsetzung beauftragt war.

Im Rechner der Leitstelle sind alle Feuerwehren und Rettungseinheiten des Landkreises mit Qualifikationen wie Personalstärke, Fahrzeugtechnik und Ausrüstung hinterlegt, sodass der Disponent das jeweils notwendige Einsatzmittel – Feuerwehr oder andere Rettungskräfte – zum Einsatzort schicken kann. Im Gegensatz zu früher werden Einheiten georeferenziert, also raumbezogen, alarmiert, das muss nicht immer die nächstgelegene sein. „Das neue System ist ressourcenschonend und man braucht nicht mehr mit Kanonen auf Spatzen schießen“, so Hertel.

Auch beim Rettungsdienst profitieren die Menschen im Landkreis von Cobra 4. Man habe jedem Ort eine Rettungswache zugeordnet, sagt Uwe Wunsch: „So wird das bestmögliche Ergebnis erzielt.“ 

Quelle: HNA

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