Synode des Kirchenkreises: Konfirmandenarbeit bleibt Schwerpunkt

Bad Emstal. Die Konfirmandenarbeit bleibt Schwerpunkt der Aufgaben im Kirchenkreis Wolfhagen. Von Kirchenvorständen und Pfarrern verantwortet werden in die Konfirmandenarbeit Aspekte einbezogen, die die Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen als die Kirche allgemein belebendes Element berücksichtigen.

Nicht weltfremd, sondern realitätsnah und modern soll Glaubensvermittlung sein, Freude machen und zukunftsorientiert sein.

Ein Acht-Punkte-Papier zum Thema unter dem Motto „Konfirmandenarbeit - um Gottes Willen lebendig“ ist die von der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW) 2012 geforderte Stellungnahme des Wolfhager Kirchenkreises zur Neukonzeption der Konfirmandenarbeit und wurde von den Mitgliedern der Kreissynode am Freitagabend in Bad Emstal einstimmig verabschiedet. Die Stellungnahme, mehrfach aktualisiert und überarbeitet, geht nun an die EKKW.

„Die acht Punkte“, so Dekan Dr. Gernot Gerlach, „bringen Vereinheitlichung und dadurch auch eine Vereinfachung der Konfirmandenarbeit.“ Dies sei für die Kirchengemeinden leicht nachvollziehbar, ermögliche auch die Zusammenarbeit mit Nachbargemeinden und die Teambildung. Und: „Durch den nahtlosen Übergang von der Konfirmanden- in die Jugendarbeit werden Brüche vermieden.“ Früher habe für viele junge Menschen mit der Konfirmation die bis dahin enge Bindung an die Kirche geendet. Dies soll mit dem neuen Konzept verhindert werden.

Erfolgversprechend in diesem Sinn sei der kirchenkreisweite Konfirmandentag, den es 2013 erstmals gab. Der Konfirmandentag wird im Wechsel mit dem Jugendkirchentag alle zwei Jahre stattfinden.

Jugendkirchentag 2014

Der Jugendkirchentag wird im Jahr 2014 Großprojekt sein - die Kosten fließen in den Haushalt 2014/15 des evangelischen Kirchenkreises Wolfhagen mit ein. Für die Konfirmanden und Jugendarbeit sind in dem je knapp eine Million Euro umfassenden Doppeletat 141.000 Euro an Ausgaben eingeplant.

Die diakonische Arbeit ist im neuen Haushalt, der von der Synode in Bad Emstal verabschiedet wurde, mit 152.000 Euro veranschlagt, für die kirchenmusikalische Arbeit (einschließlich Konzerte) können 81.380 Euro ausgegeben werden. Für Gebäudeerhalt und -sanierung ist nur ein begrenztes Budget von 139.000 Euro vohanden. Hier wird nach Angaben Dr. Gerlachs nach wie vor am Gebäudebedarfsplan gearbeitet. Weiter laufen daher auch die Gespräche mit Vereinen und Kommunen über eine mögliche gemeinsame Nutzung von öffentlichen Räumen, wie etwa Dorfgemeinschafts- oder Gemeindehäusern.

Obwohl man in den vergangenen zwei Jahren vorsichtig gewirtschaftet habe, so der Dekan, sei der Haushaltsausgleich (959 610 Euro für 2014, 972 070 Euro für 2015) nur durch Rücklagenentnahme gelungen. Nach wie vor seien die Einnahmen aus der Kirchensteuer rückläufig.

Von Cornelia Lehmann

Quelle: HNA

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