Dana Elena Schweika: Mit dem Rad in die Modewelt

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Zwischen Sport und Design: Dana Elena Schweika auf der Mountainbike-Strecke in Treysa. Dort hat alles angefangen.

Loshausen. Dana Elena Schweika aus Loshausen steht zwischen Extremsport und Begeisterung für Mode. Trotz der Gegensätze bringt sie beides zusammen.

Seit zwei Jahren fährt die 18-Jährige nun schon international Rennen im Four-Cross. Bei der Mountainbike-Disziplin starten die Teilnehmer immer zu viert und müssen sich auf einer engen Strecke mit Hürden, Sprüngen und scharfen Kurven gegen die Konkurrenz durchsetzen. Nur die zwei Besten kommen weiter. Dana hat es geschafft und im letzten Jahr an der Weltmeisterschaft teilgenommen. „Das Gefühl war unglaublich, aber leider war ich zu nervös. Das hat dann dazu geführt, dass ich nicht weitergekommen bin.“

Die Loshäuserin ist in der 13. Klasse und macht bald ihr Abitur. Danach möchte sie Modedesign studieren. „Fasziniert hat es mich schon immer, aber ich habe nie gedacht, dass ich das auch machen könnte.“

Sie habe immer Menschen bewundert, die kreativ mit Mode arbeiten, dies jedoch nie auf sich selbst bezogen. Doch irgendwann kam der Punkt an dem sie sich sagte: „Warum du denn eigentlich nicht?“ Genäht und gestrickt habe sie seit ihrer Kindheit, da ist Modedesign naheliegend.

Schon früh wollte sich die 18-Jährige ihre Kleidung selbst aussuchen: „Meine Mutter war dann oft total entsetzt, wenn ich die Treppe herunter kam. Sie meinte dann, so könne ich doch nicht auf die Straße gehen, aber ich habe es trotzdem gemacht.“

Etwas von hier mitnehmen

Ihre Heimat, die Schwalm, spielt für Dana Elena Schweika eine große Rolle: „Ich genieße das Landleben sehr. Wenn ich zum Studium weggehe, möchte ich gern etwas von hier mitnehmen.“

Sie hat sich in Loshausen umgehört um jemanden zu finden, der ihr die Schwälmer Weißstickerei beibringt. Der Versuch war erfolgreich. Mittlerweile arbeitet sie daran, mit der alten Technik ein modernes Muster zu sticken.

Die Verbindung von Tradition und Moderne ist sehr wichtig für die Loshäuserin. Es komme ihr auf die Liebe zum Detail an. Seit einiger Zeit wird sie durch ihren Sport von der Sportmodemarke Maloja aus Bayern unterstützt. Diese verbinden Trachtenmode mit sportlichen Elementen und modernen Schnitten. „Durch Maloja bin ich zu meinem Stil gekommen, wie er heute ist. Ich trage ihre Kleidung bei den Rennen, aber auch in meiner Freizeit und auf Messen“, erklärt Dana.

Im Katalog der Modefirma ist sie auch vertreten. Im vergangenen Jahr ging es zu diesem Zweck für Modeaufnahmen nach Berlin und ins Aostatal nach Italien. In Italien stand der Sport im Mittelpunkt. Vor dem atemberaubenden Bergpanorama habe sie Bilder auf einer Rennstrecke gemacht.

Eigene Marke gründen

Nach dem Studium würde sich Dana gerne eine eigene Marke aufbauen: „Ich möchte Kleidung machen, die mir gefällt. Individuelle Stücke mit Liebe zum Detail. Für mich selbst arbeiten und nicht nach Vorgaben eines anderen produzieren. Das ist mein Traum.“ (zkk)

Quelle: HNA

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