Neuer Verein kümmert sich um ältere Menschen, die zuhause wohnen, aber Unterstützung benötigen

Mörscher Engel helfen in der Not

Mörscher Engel von links: Petra Bier aus Altmorschen ist Arzthelferin und übernimmt haushaltnahe Dienstleistungen, Wolfgang Mende und Renate Therwies aus Neumorschen sind ehrenamtlich im Einsatz. Fotos:  privat

Morschen. Engel, das sind die, die in der Not helfen. Der Automobilclub ADAC schickt seit Jahren die gelben Engel auf die Straße. Nun hat auch Morschen seine Engel. Ab 1. April fliegen sie aus, um älteren Menschen im Haushalt zu helfen.

Der Verein Mörscher Engel hat es sich zum Ziel gesetzt, ältere Menschen darin zu unterstützen, so lange wie möglich im gewohnten dörflichen Umfeld zu bleiben. Dies soll sowohl durch die Vermittlung von ehrenamtlicher Hilfe als auch durch entgeltliche (haushaltsnahe) Leistungen geschehen, beschreibt Vorsitzende Sabine Knobel die Arbeit des Vereins.

Bezahlter Job

Was für die einen ein Hilfenetzwerk ist, kann für manche Frauen im ländlichen Raum die Möglichkeit für einen ortsnahen Zuerwerb sein. Vielfältige Aufgaben werden durch Frauen mit vielfältigen Fähigkeiten gelöst, so auch die haushaltsnahe Hilfe.

Aktionen für Jung und Alt

Über die Koordination der Hilfeleistungen hinaus setzt sich der Verein für altersübergreifende Aktionen ein, um Alt und Jung einander näher zu bringen. Kontakte zu den beiden Kindergärten sowie den örtlichen Seniorenkreisen sind geknüpft.

Bereits im Jahr 2011 waren ehrenamtliche Mitarbeiter der Mörscher Engel tätig. Sie haben Fahrdienste übernommen und waren bei der Öffentlichkeitsarbeit tätig, um den Verein vorzustellen. Auch in der Demenzbetreuung bei den 14-tägigen Treffen des „Cafés Vergissmeinnicht“, zu denen die Diakoniestation Moschen einlädt, wurde Mörscher Engel-Hilfe geleistet.

Und warum überhaupt die Mörscher Engel? Sabine Knobel: „Die Großfamilie gehört auch auf dem Land inzwischen überwiegend der Vergangenheit an. Nahe Angehörige leben berufsbedingt oft nicht mehr am Ort. Wenn dann ein älterer Mensch nicht mehr in der Lage ist, seine Wohnung, sein Haus und Grundstück zu versorgen, bleibt auf der Suche nach einer Lösung oft nur der Umzug in eine Seniorenwohnanlage. Der ältere Mensch wird damit aus dem gewohnten Umfeld, seinem Zuhause gerissen. Jahrzehntelange Kontakte reißen ab und nicht selten droht Vereinsamung.“

Zurzeit hat der Verein 27 Mitglieder, Tendenz steigen. Der Mitgliedsbeitrag beträgt 12 Euro pro Jahr und ist steuerlich voll absetzbar.

In den Vorstand gewählt wurden: Sabine Knobel (Vorsitzende), Michaela Meyfarth (stellvertretende Vorsitzende), Christiane Matthews (Kassiererin), Birgit Döhne (stellvertretende Kassiererin), Jutta Beneke (Beisitzerin).

Quelle: HNA

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